Nichts nervt Autofahrer mehr als eine blockierte linke Fahrspur

2. Juli 2015, 12:37
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Umfrage unter 2.000 Verkehrsteilnehmern – Rasen stört am wenigsten, liegt bei den gefährlichsten Verhaltensweisen aber an fünfter Stelle

Wien – Wenn Fahrspuren blockiert werden und man andere Verkehrsteilnehmer nicht einordnen lässt, regt das die Autofahrer am meisten auf, wie eine Umfrage der Versicherungsgruppe Generali unter 2.000 Österreichern ergab. Als riskanteste Verkehrssünde gilt, den Rechtsvorrang nicht zu beachten, ergab die Befragung.

Wer auf Autobahnen grundlos die linke beziehungsweise mittlere Fahrspur blockiert, erhitzt am meisten die Gemüter der Autofahrer: 74 Prozent fühlen sich davon genervt. Dahinter folgen das Missachten des Reißverschlusssystems beim Einordnen (71 Prozent) und zu langsames Fahren (70 Prozent). Auch Autofahrer, die sich schnell aufregen und wild hupen, machen sich keine Freunde auf Österreichs Straßen (69 Prozent). Am wenigsten fühlen sich die Österreicher von Rasern gestört (25 Prozent), jedoch wird das Drängeln mit Lichthupe und Blinker von 64 Prozent als nervend empfunden.

73 Prozent fürchten Raser, 28 Prozent rasen

Zu den gefährlichsten Verhaltensweisen im Straßenverkehr zählen für Autofahrer Radfahrer, die sich nicht um Verkehrszeichen kümmern (85 Prozent), gefolgt von Autolenkern, die den Rechtsvorrang missachten (80 Prozent) und ohne Licht bei Dämmerung unterwegs sind (78 Prozent). Die Plätze vier und fünf belegen das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung (77 Prozent) und das Rasen (73 Prozent).

Die drei am häufigsten genannten eigenen Vergehen im Straßenverkehr finden sich unter den fünf riskantesten Fahrweisen der Autolenker wieder: 28 Prozent geben an, zu schnell unterwegs zu sein. 26 Prozent fahren in eine Kreuzung bei gelber oder roter Ampel ein, und 16 Prozent telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung. Auf Platz vier folgt mit 14 Prozent das Nichtblinken bei Spurwechsel und auf Platz fünf das Aufregen und Hupen hinterm Steuer mit zwölf Prozent. (APA, 2.7.2015)

  • Es reicht schon ein trödelnder Eurofighter, um den autofahrenden Österreicher auf die Palme zu bringen.
    foto: daniel karmann/dpa via ap

    Es reicht schon ein trödelnder Eurofighter, um den autofahrenden Österreicher auf die Palme zu bringen.

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