Mindestens 45 Tote bei Fährunglück auf den Philippinen

3. Juli 2015, 10:50
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142 Menschen wurden aus dem Wasser gerettet – Suche nach Überlebenden wird fortgesetzt

Manila – Einen Tag nach dem Fährunglück auf den Philippinen ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 45 gestiegen. Nach Angaben der Küstenwache wurden noch 15 Menschen vermisst. Die "Kim Nirvana" sei mit mehr als 170 Passagieren und 16 Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg von der zentralphilippinischen Küstenstadt Ormoc zur Camotes-Insel in rauer See gekentert, teilten Küstenwache und örtlicher Katastrophenschutz mit.

142 Menschen konnten gerettet werden. Die Suche nach möglichen weiteren Überlebenden wurde fortgesetzt. Nach Angaben des Katastrophenschutzvertreters Ciriaco Tolibao wurde die Passagierfähre etwa eine halbe Stunde nach ihrem Auslaufen aus dem Hafen von Ormoc von hohen Wellen erfasst und zum Kentern gebracht.

Das Schiff sollte mit Kränen aufgerichtet werden, teilte die Küstenwache mit. Das Unglück passierte so schnell, dass einige Menschen vermutlich nicht mehr rechtzeitig aus der Kabine kamen. Die Küstenwache rechnete nicht damit, noch Überlebende zu finden.

Fähren oft in schlechtem Zustand

Fähren sind eines der wichtigsten Transportmittel der Philippinen mit seinen tausenden Inseln. Sie sind jedoch oftmals in schlechtem Zustand, ihre Sicherheit wird nur selten kontrolliert. Immer wieder kommt es deshalb zu schweren Unglücken. (APA, 3.7.2015)

  • Dutzende Menschenleben kostete der Untergang einer Fähre vor den Philippinen.
    foto: epa/robert dejon

    Dutzende Menschenleben kostete der Untergang einer Fähre vor den Philippinen.

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