Causa Begas: Anklage gegen Ex-Chef und sechs andere

2. Juli 2015, 10:02
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Unter anderem Vorwurf der Untreue, schwerer gewerbsmäßiger Betrug, Veruntreuung und Geschenkannahme

Wien – Im Wirtschaftskrimi rund um die mutmaßlichen Millionen-Malversationen beim früheren burgenländischen Gasversorger Begas, heute Energie Burgenland, hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eine 122 Seiten starke Anklage gegen sieben Beschuldigte beim Landesgericht Eisenstadt eingebracht, wie die Tageszeitung "Kurier" berichtet.

Dem früheren Begas-Vorstandschef Rudolf Simandl und zwei Ex-Begas-Mitarbeitern werden demnach Untreue, schwerer gewerbsmäßiger Betrug, Veruntreuung und Geschenkannahme durch leitende Angestellte eines öffentlichen Unternehmens vorgeworfen. Ex-Begas-Vorstand Reinhard Schweifer und zwei weitere Ex-Mitarbeiter "lediglich" der Untreue bezichtigt. Gegen einen siebten Verdächtigen werde nur der Vorwurf der falschen Aussage erhoben, schreibt der "Kurier".

Der Tatzeitraum, in dem die strafrechtlich relevanten Taten begangen worden sein sollen, wird mit 1997 bis 2012 angeführt. Die Strafdrohung beträgt bis zu zehn Jahre Haft. Der angeklagte Schaden werde mit mehr als 4 Mio. Euro beziffert, so der "Kurier" weiter. Dem Vernehmen nach würden die Vorwürfe bestritten.

"Es waren sehr komplexe Ermittlungen. Teilbereiche wurden eingestellt, in anderen Teilbereichen wird weiter ermittelt", so der Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, Norbert Hauser, im "Kurier". (APA/red, 2.7.2015)

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