Uno setzt sich für Boko-Haram-Vergewaltigungsopfer ein

2. Juli 2015, 09:28
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Nigeria soll Abtreibungen ermöglichen, die derzeit nur bei Lebensgefahr für Frauen erlaubt sind

Genf – Der UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein hat am Mittwoch vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf für die von der islamistischen Extremistenorganisation Boko Haram entführten Nigerianerinnen Ausnahmeregelungen zur Abtreibung gefordert.

Die Frauen und Mädchen, die von Boko Haram entführt wurden, machten "schreckliche" Erfahrungen, etliche wollten ihre aus Vergewaltigungen hervorgehenden Schwangerschaften beenden, sagte Zeid.

Über 2.000 Frauen und Mädchen entführt

Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, entführte Boko Haram im Nordosten Nigerias mehr als 2.000 Frauen und Mädchen.

In Nigeria seien Abtreibungen nur zulässig, wenn das Überleben der Frau gefährdet sei, sagte Zeid. Er forderte die nigerianischen Behörden auf, die Bestimmungen weit auszulegen und auch auf Selbstmordgefahren und das Risiko von psychischen Erkrankungen Rücksicht zu nehmen. Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe nach UN-Angaben mehr als 15.000 Menschen. (APA, 2.7.2015)

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