Stimmungsumschwung in Griechenland: Zahlen manipuliert

2. Juli 2015, 17:03
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Die konservative Tageszeitung "Eleftheros Typos" veröffentlichte am Donnerstag eine Umfrage, der zufolge erstmals das Ja überwiegt

Das griechische Meinungsforschungsinstitut GPO hat sich am Donnerstag von der Veröffentlichung einer Umfrage distanziert, die einen angeblichen Stimmungsumschwung der Wähler vor dem Referendum zeigt. Die Zahlen seien ohne Wissen des Instituts veröffentlicht worden und gäben nur Teilergebnisse wieder, hieß es auf der Website des Unternehmens. GPO kündigte rechtliche Schritte an.

Die konservative Tageszeitung "Eleftheros Typos" hatte am Donnerstag die Umfrage veröffentlicht, der zufolge bei den Wählern erstmals das Ja überwog. 47,1 Prozent der Griechen würden demnach dem neuen Finanzabkommen mit den Gläubigern trotz weiterer Steuererhöhungen und Einschnitte bei den Pensionen zustimmen, hieß es; 43,2 Prozent würden Nein sagen, wie es die linksgeführte Regierung von Premier Alexis Tsipras empfiehlt. Die Umfrage soll unter 1.000 Befragten durchgeführt worden sein, meldete die Zeitung. GPO gibt an, es sei nicht von der Veröffentlichung informiert worden. (Markus Bernath aus Athen, 2.7.2015)

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