Linksextremist Adolf

Einserkastl1. Juli 2015, 17:44
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Marcus Franz hat wieder eine Perle politischer Erkenntnis geliefert

Super Einkauf, Reinhold Lopatka! Vor einiger Zeit wurde an dieser Stelle prophezeit, mit den beiden vom Team Stronach abgeworbenen Abgeordneten werde die ÖVP noch viel Freude haben. Marcus Franz, im Zivilberuf Arzt, von der Berufung her Pograpscher und Entdecker einer Krankheit namens "Homosexualität", hat wieder eine Perle politischer Erkenntnis geliefert: "Auch Hitler war ein Linksextremist."

Wie immer bei solchen Sprüchen gibt es ein Faktoid, an das sich diese originellen Denker klammern. Es hieß ja bekanntlich "Nationalsozialismus", und ein wesentlicher Bestandteil war ein für damals recht gut ausgebauter Sozialstaat plus vielen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Aber deswegen war Hitler kein Linker. Die Arbeitsbeschaffung diente der Kriegsrüstung, und die verteilten Staatsgelder gingen nur an die "Volksgemeinschaft": Wer nicht zu dieser gehörte, wurde Arbeitssklave oder wurde gleich umgebracht. Die Mittel dafür stammten vom größten Raubmord der Geschichte.

Rassenwahn ist nicht "links", er ist einfach ein mörderischer Wahn. Leute wie Marcus Franz versuchen aber auf diese Weise, eine Aufrechnung mit den Massenmorden des "linken" Kommunismus durch die Hintertür einzuschmuggeln und den NS-Terror dadurch zu relativieren. Sie möchten gerne weit rechts stehen, ohne die Last des ultimativen rechtsextremen Projekts. Das ist der "Sinn" dieses Unsinns. (Hans Rauscher, 1.7.2015)

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