2015: Weniger Verkehrstote, aber mehr Kinder als Opfer

1. Juli 2015, 14:41
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212 Menschen kamen 2015 bisher ums Leben – Zweitniedrigster Wert seit Bestehen der Statistik

Wien – 212 Menschen sind im ersten Halbjahr 2015 bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben gekommen. Zwar handelt es sich um den zweitniedrigsten Wert seit Bestehen der Statistik im Jahr 1950, teilte das Innenministerium (BMI) am Mittwoch. Allerdings hat es einen starken Anstieg bei der Zahl der getöteten Kinder gegeben, wie auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ausführte.

Die niedrigste Halbjahresbilanz mit 191 Toten gab es 2013, elf Prozent weniger als in diesem Jahr. Im ersten Halbjahr 2014 kamen 238 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, 26 Opfer bzw. 10,9 Prozent mehr als 2015.

Traurig ist der deutliche Anstieg von getöteten Kindern im diesjährigen ersten Halbjahr. Heuer sind bereits neun Opfer zu beklagen. Im Jahr davor starben im gleichen Zeitraum drei Kinder bei Verkehrsunfällen. Von den neun Kindern wurden laut den Zahlen des BMI fünf als Pkw-Insassen getötet, drei als Fußgänger und eines als Radfahrer. Der schwerste tödliche Unfall ereignete sich am Freitag vor Pfingsten, als in Purgstall in Niederösterreich zwei Erwachsene und drei Kinder ums Leben kamen, als das Auto von einem Zug erfasst wurde.

Die Hauptunfallursachen im ersten Halbjahr sind Unachtsamkeit (51 Unfälle) und nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (49). An dritter Stelle liegt die Vorrangverletzung (Kreuzungsunfälle), gefolgt von vorschriftswidrigem Überholen und vom Fehlverhalten von Fußgängern beim Fahrbahnüberqueren.

Die meisten tödlichen Unfälle gab es in Niederösterreich (62 Opfer), gefolgt von Oberösterreich (37) und der Steiermark (32). In Tirol kamen 23 Menschen ums Leben, in Salzburg 20 und in Kärnten 17. In Wien und im Burgenland waren jeweils neun Tote zu beklagen. Die wenigsten Todesopfer gab es in Vorarlberg (3). (APA, 1.7.2015)

  • Unachtsamkeit und überhöhte Fahrgeschwindigkeit gehören zu den häufigsten Unfallursachen.
    foto: apa/dpa/unbekannt

    Unachtsamkeit und überhöhte Fahrgeschwindigkeit gehören zu den häufigsten Unfallursachen.

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