Meizu MX5 vorgestellt: Achtkerner mit DualSIM und Laserfokus

1. Juli 2015, 14:41
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Erstmals mit DualSIM-Support, Meizu will Teile seiner Android-Adaption freigeben

Nach einigen Gerüchten im Vorfeld hat der chinesische Hersteller Meizu nur ein halbes Jahr nach dem MX4 sein MX5-Smartphone vorgestellt. Das Telefon bringt nicht nur so manche interessante Neuerung auf Hardwareseite mit, sondern auch ein Versprechen des Herstellers zu mehr Offenheit.

Bei der Grundausstattung liefert das MX5 das erwartete Upgrade von Mediateks MT6595 auf den MT6795T (vulgo Helio X10 Turbo). Dieser bietet acht Cortex-A53-Kerne, die mit 2,2 GHz takten. Zur Seite stehen der CPU eine Grafikeinheit des Typs PowerVR G6200 und drei GB LPDDR3-RAM. Konkurrieren soll die Plattform mit aktuelleren Qualcomm-Chips wie dem Snapdragon 805 oder 808.

AMOLED-Display

Mit einem 5,5-Zoll-Display wird das Meizu MX5 etwas größer als sein Vorgänger und bringt dabei eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel mit. Anstelle eines LCD wird erstmals ein AMOLED-Panel verbaut. Der Onboardspeicher beträgt je nach Modell 16, 32 oder 64 GB, eine microSD-Erweiterung ist nicht vorgesehen.

Neu ist, dass das MX5 als erstes Gerät seiner Reihe mit zwei SIM-Slots (nanoSIM) ausgestattet sein wird. Unterstützt werden 3G und LTE, wobei eine genaue Angabe der unterstützten Frequenzbänder noch nicht vorliegt.

Kamera mit Laserfokus

Eine Aufwertung erfährt die Kamera. Meizu bringt einen Sensor mit 20,7 Megapixel Auflösung (Sony IMX 220) zum Einsatz, der mit einer sechsteiligen Linse arbeitet. Hohe Lichtempfindlichkeit, ein zweifärbiger LED-Blitz sowie ein lasergestütztes Autofokus-System sollen für hohe Geschwindigkeit und Bildqualität auch bei schlechteren Lichtbedingungen bürgen. Die Frontkamera bietet fünf Megapixel.

Der nicht wechselbare Akku fasst 3.150 mAh und verfügt über eine Schnellladefunktion. Binnen zehn Minuten soll er sich von 0 auf 25 Prozent aufladen lassen. In 40 Minuten soll der Ladestand 60 Prozent betragen. Gleichzeitig soll der Energieverbrauch des Gerätes insgesamt durch die verwendete Plattform und verschiedene Optimierungen 40 Prozent niedriger liegen.

Mit an Bord ist auch ein Fingerabdruckscanner. Die Hardwarespezifikationen im Detail finden sich bereits bei GSM Arena.

System soll teilweise geöffnet werden

Vorinstalliert ist Meizus eigene Android-Interpretation Flyme OS in der Version 4.5. Sie basiert auf Android 5.0 "Lollipop". Meizu hat angekündigt, den Quellcode von Teilen seiner Software für Community-Entwicklung via Github offen zu legen. Ein durchaus bemerkenswerter Schritt, hat man sich doch bisher gegenüber entsprechenden Forderungen wenig entgegenkommend verhalten. Abzuwarten bleibt freilich der Umfang der Öffnung, tendenziell könnte das MX5 aber damit für Modder interessant werden.

Die Preise für China stehen bereits fest. Die 16-GB-Variante wird 1.799 Yuan (circa 261 Euro) kosten, die 32-GB-Version 1.999 Yuan (290 Euro) und das 64-GB-Modell 2.399 Yuan (358 Euro). Das Gerät könnte es, wie das MX4, auch nach Europa schaffen, allerdings mit deutlichem Aufpreis. Auch Importhändler werden das Handy wohl feilbieten, aber ebenfalls Aufschlag verrechnen. (gpi, 01.07.2015)

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