Wie sinnvoll finden Sie nachhaltige Damen-Hygieneartikel?

Diskussion17. August 2015, 05:30
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Herkömmliche Frauenhygieneartikel erzeugen viel Müll – als Alternativen erobern Biobaumwolltampons, Menstruationskappen und waschbare Binden den Markt

Klein, praktisch und unkompliziert: Jede Frau verbraucht im Laufe ihres Lebens zwischen 10.000 und 17.000 Tampons. Ob nun Binden oder Tampons: In puncto Umweltschutz spielen diese Produkte eine große Rolle, landen doch jährlich mehr als 45 Milliarden Hygieneprodukte auf dem Müll und damit auch die in ihnen enthaltenen Chemikalien und Kunststoffe.

Konventionelle Produkte

Herkömmliche Tampons oder Binden bestehen aus einem Mix aus gebleichter und gepresster Zellulose, die von einer gebleichten Kunststoffschicht umhüllt ist. Das Bleichen selbst erfolgt mit Sauerstoff, verbessert die Saugfähigkeit des Zellstoffs und hilft beim Abtöten von Keimen. Laut Umweltorganisationen dauert es bis zu 500 Jahre, damit Tampons vollständig abgebaut werden. Theoretisch bedeutet das, dass keines der konventionell erzeugten Produkte bis jetzt gänzlich verrottet ist.

Umweltfreundliche Alternativen

Ökologisch orientierte Hersteller hingegen bieten Tampons und Binden aus 100 Prozent reiner Baumwolle an, die kein Plastik enthalten und daher nicht nur hautfreundlich, sondern auch atmungsaktiv sind. Außerdem können Stoffbinden gekauft werden, die wiederverwendet werden: Nach Gebrauch werden sie in einem kleinen Behälter mit kaltem Wasser gesammelt und gewaschen. Besonders müllsparend sind Menstruationskappen. Sie sind außerdem günstig und können bis zu zehn Jahre lang verwendet werden. Nach der Regel werden die Menstruationskappen ausgekocht und warten auf den nächsten Einsatz.

Worauf achten Sie beim Einkauf?

Wie wichtig ist Ihnen umweltfreundliche Frauenhygiene? Achten Sie beim Einkauf darauf? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, und wie beurteilen Sie die Qualität umweltfreundlicher Produkte? (ste, sni, 17.8.2015)

  • Herkömmliche Hygieneartikel sind auch ein massives Umweltproblem.
    foto: derstandard.at/ursula schersch

    Herkömmliche Hygieneartikel sind auch ein massives Umweltproblem.

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