Integrationsminister: Mehr Geld für Sprachförderung bei Kindern

1. Juli 2015, 14:56
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Bundesmittel sollen laut Kurz in den kommenden Jahren vervierfacht werden. Alle Kinder sollen bei Schuleintritt "Unterricht in deutscher Sprache folgen" können

Ein "hier gerngesehener Freund", wie Landeshauptmann Günther Platter sagt, ist derzeit auf Tirol-Besuch: Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz (beide ÖVP) kam am Mittwoch für ein Arbeitsgespräch vorbei. Und das mit dem Freund, das sage er nicht leichtfertig, ergänzte Tirols Landeschef auf der gemeinsamen Pressekonferenz. "Sprache ist die Basis für gelungene Integration", waren sich dann auch beide einig und verkündeten eine Verlängerung der Bund-Länder-Vereinbarung zur sprachlichen Frühförderung von Kindern.

In den kommenden drei Jahren will der Bund dafür 60 Millionen Euro zur Verfügung stellen, weitere 30 Millionen Euro kommen von den Ländern. "Das ist eine Vervierfachung der Bundesmittel", sagt Kurz. "Besser früh investieren als später teuer reparieren. Das Ziel ist, dass alle Kinder, wenn sie in die Schule kommen, schon so gut Deutsch sprechen, dass sie dem Unterricht folgen können."

Drei- bis Sechsjährige "im Fokus"

In Tirol läuft bereits seit dem Jahr 2008 ein Projekt zur sprachlichen Frühförderung im Kindergarten. "Die Drei- bis Sechsjährigen stehen besonders im Fokus, weil da das Erlernen der deutschen Sprache am leichtesten ist", sagt Platter. Nach Angaben des Landes sind in Tirol derzeit in 450 Kindergärten ausgebildete Sprachförderpädagogen im Einsatz. (Katharina Mittelstaedt, 1.7.2015)

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