Erneut Verkaufsgerüchte um Palmers

1. Juli 2015, 12:35
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Der Deal könnte im Herbst über die Bühne, der Wäschekonzern gibt sich zugeknöpft

Wien/Wiener Neudorf – Nachdem es um den Wäschekonzern Palmers zuletzt ruhiger geworden ist, stehen nun wieder Verkaufsgerüchte im Raum. "Es gibt eine österreichische Management-Gruppe, die bei Palmers einsteigen und den Wäschekonzern strategisch neu aufstellen will", zitiert der "Kurier" (Mittwoch) einen Brancheninsider. Die Risikoprüfung (Due Diligence) soll dabei von der Meinl Bank durchgeführt werden.

Der Deal könnte dem Bericht zufolge im Herbst über die Bühne gehen. Der geplante Kaufpreis soll bei acht bis zehn Millionen Euro liegen. "Wir kommentieren Marktgerüchte prinzipiell nicht", sagte Meinl-Bank-Sprecher Thomas Huemer laut Zeitung. Auch bei Palmers gibt man sich zugeknöpft: "Es ist derzeit weder ein Verkaufsprozess aufgesetzt worden, noch gibt es einen aktuellen Beschluss für einen Verkauf", so ein Sprecher. Es stünden aber immer wieder Interessenten vor der Tür, die Palmers kaufen wollten.

Übernahmekandidat seit Jahren

Palmers gilt seit Jahren als Übernahmekandidat. Die Firma gehört den drei Beteiligungsfondsgesellschaften Lead Equities, 21 Centrale Partners und Quadriga Capital. Im Oktober 2011 leiteten sie via BNP Paribas die Käufersuche ein. Das Marktumfeld, zu hohe Preisvorstellungen und Verbindlichkeiten in Millionenhöhe erschwerten aber den Verkauf. 2013 wurde die Suche nach einem neuen Eigentümer wieder auf Eis gelegt.

Erst kürzlich hat Palmers die Kosmetik-Sparte p2 an die französische Maesa Group um kolportierte 30 Millionen Euro verkauft, berichtete der "Kurier". 2013/14 betrug der p2-Umsatz rund 51,5 Millionen Euro. Der Umsatz des Palmers-Konzerns lag bei rund 126 Millionen Euro.

Palmers betreibt in Österreich 111 eigene und 94 von Franchisepartnern geführte Standorte. In Summe verfügt der Konzern über insgesamt 300 Verkaufsstandorte in 15 Ländern. Die Kernmärkte des Unternehmens sind Österreich, Deutschland und Kroatien. (APA, 1.7.2015)

  • Palmers gehört den drei Beteiligungsfondsgesellschaften Lead Equities, 21 Centrale Partners und Quadriga Capital.
    foto: apa/roland schlager

    Palmers gehört den drei Beteiligungsfondsgesellschaften Lead Equities, 21 Centrale Partners und Quadriga Capital.

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