Ärztezentren werden per Gesetz geregelt

1. Juli 2015, 10:44
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Die sogenannten Primary-Health-Zentren werden eigens geregelt

Wien – Für die neu aufgestellte Primärversorgung, die sogenannten Primary Health-Zentren, im Gesundheitswesen soll eine eigene gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Das hat Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) am Dienstag im Gesundheitsausschuss des Nationalrats bestätigt.

Künftig sollen vermehrt unterschiedliche Ärzte und Pfleger in Zentren zusammenarbeiten. Per Gesetz soll deshalb eine bessere Vernetzung der einzelnen Gesundheitsberufe vor Ort geregelt werden, so Oberhauser laut Parlamentskorrespondenz.

Ärzte warnen

Zuletzt hat die Ärztekammer vor einem solchen Gesetz für die neuen Primärversorgungszentren gewarnt. Sie befürchtet, dass dadurch die von der Kammer verhandelten Gesamtverträge und die Einbindung in die Stellenplanung infrage gestellt wäre. Lieber wäre den Ärzten die Abwicklung wie bisher, also auf Grundlage des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG).

Karenz gefährdet Beruf nicht

Im Gesundheitsausschuss mit Stimmen aller Fraktionen beschlossen wurden Ausnahmebestimmungen für die Streichung aus der Ärzteliste, die normalerweise nach sechs Monaten ohne Berufsausübung erfolgt. Mutterschutz, Karenz, der Bezug von Kinderbetreuungsgeld und maximal einjährige Studienaufenthalte im Ausland gelten künftig nicht als Streichungsgrund. (APA, 1.7.2015)

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