ATX schließt deutlich im Plus

1. Juli 2015, 18:24
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Starke Gewinne in starkem Umfeld – Hoffnungen auf Einigung im griechischen Schuldenpoker – Banken-Aktien legen deutlich zu

Wien – Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit starken Gewinnen geschlossen. Der ATX stieg 49,39 Punkte oder 2,05 Prozent auf 2.461,16 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 32 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.429,00 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,68 Prozent, DAX/Frankfurt +2,20 Prozent, FTSE/London +1,36 Prozent und CAC-40/Paris +2,06 Prozent.

Nach zwei sehr schwachen Börsentagen in Folge der Eskalation des griechischen Schuldenpokers konnte der ATX zur Wochenmitte wieder deutlich zulegen. Eine Meldung zum pleitebedrohten Griechenland hatte im Mittagshandel europaweit bei den Aktienkursen für einen deutlichen Schub nach oben gesorgt. Laut Medienberichten ist der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bereit, die meisten Bedingungen der internationalen Geldgeber zu akzeptieren. Damit wuchsen wieder die Hoffnungen, dass es im Schuldenstreit zwischen Athen und seinen Geldgebern doch noch zu einer Einigung kommen könnte. Brüssel reagierte auf die neuen Sparzusagen aber zurückhaltend.

In Wien lag wieder einmal eine sehr dünne Meldungslage vor. Starke Kursgewinne gab es bei den schwergewichteten Bankenaktien zu beobachten. Raiffeisen Bank International verbuchten einen schönen Zuwachs von 3,64 Prozent auf 13,53 Euro. Erste Group kletterten um 3,28 Prozent auf 26,31 Euro in die Höhe.

Die AT&S-Aktie eroberte mit einem Aufschlag von sieben Prozent auf 13,90 Euro die Spitze der Kursliste. Am zweiten Platz bauten Andritz ein Plus von 5,72 Prozent auf 52,49 Euro vor den Wienerberger-Papieren mit plus 3,72 Prozent auf 14,63 Euro.

Klar negative Vorzeichen gab es hingegen im Ölbereich zu sehen. Die Aktie des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann fiel um 1,81 Prozent auf 53,25 Euro. OMV gaben 1,15 Prozent auf 24,40 Euro nach. Hier könnten deutlich niedrigere Ölpreise belastet haben, nachdem in den USA die Ölreserven überraschend erstmals nach acht Wochen mit Rückgängen wieder gestiegen sind.

Die Stahlaktie voestalpine zog um 2,08 Prozent auf 38,11 Euro an. Im Immobilienbereich gewannen Immofinanz in ähnlichem Ausmaß um 2,04 Prozent auf 2,16 Euro an Wert.

Mayr-Melnhof schlossen mit plus 1,92 Prozent auf 103,30 Euro. Der Kartonkonzern will sämtliche Geschäftsanteile an der Alliora SAS kaufen.

. (APA, 1.7.2015)

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