Start-up-Finanzierer: IT-Schmieden fehlt es an Selbstvermarktung

1. Juli 2015, 08:04
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i5invest-Chef: Österreichische Firmen müssen globaler denken, um internationale Geldgeber anzuziehen

Mit der Lauf-App Runtastic oder der Personensuchmaschine 123people haben schon ein paar IT-Start-ups aus Österreich international Furore gemacht. Trotzdem gibt es nach wie vor zu wenig Geld für junge Softwareschmieden, sagt Herwig Springer vom Start-up-Spezialisten i5invest. Um internationale Geldgeber anzuziehen, müssten die heimischen Entwicklerfirmen globaler denken.

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Kern des Problems sei die mangelnde Selbstvermarktung. "Sie müssen an ihrer Außendarstellung arbeiten, auf Messen gehen, ihren Fußabdruck im Internet verstärken", so Springer zur APA. Start-ups sollten ihre Produkte gleich von Anfang an an einen globalen Markt adressieren und sich auch bei der Investorensuche nicht scheuen, Financiers in Übersee anzusprechen.

"Wenn erfolgreiche M&A-Transaktionen (Übernahmen) stattfinden, hat das international die größte Signalwirkung", meint der i5invest-CEO. Je mehr Verkäufe, desto mehr Geld fließe ins Land zurück, das wiederum in neue Projekte investiert werden könne. Derzeit gebe es in Österreich einen Exit-Stau: "Das Geld, das investiert wurde, muss langsam in M&A-Transaktionen münden."

Dominanz

Die Geldgeber im IT-Bereich kommen laut dem von i5invest mitfinanzierten "Austrian Tech Exit Report" großteils aus Österreich selbst, bei den Käuferfirmen dominiert Deutschland. In dem Bericht werden auch steuerliche Begünstigungen für Investitionen in Start-ups gefordert. Springer: "Die Politik hat das Thema schon für sich erkannt." (APA, 1.7.2015)

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