Dutzende Zivilisten starben bei Saudi-Angriffen im Jemen

30. Juni 2015, 19:24
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Human Rights Watch: Dutzende Tote wegen Angriffen unter Riads Führung

New York – Durch die Luftangriffe der von Saudi-Arabien angeführten Koalition im Jemen sind laut der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" (HRW) Dutzende Zivilisten getötet worden. Seit April seien allein in der Stadt Saada 59 Zivilisten durch die Luftschläge getötet worden, mindestens 35 von ihnen seien Kinder gewesen, heißt es in einem am Dienstag in New York veröffentlichten HRW-Bericht.

Bei einem Angriff in Saada am 5. Mai seien 27 Mitglieder einer einzigen Familie getötet worden. 17 von ihnen seien Kinder gewesen. "Diese Akte scheinen eine grobe Verletzung des Kriegsrechts zu sein und müssen untersucht werden", sagte HRW-Regionaldirektorin Sarah Leah Whitson. Bei den Bombenangriffen seien Häuser, Märkte, eine Schule und eine Tankstelle zerstört worden, ohne dass sie mit den Kämpfen etwas zu tun gehabt hätten.

Unterdessen warnt das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF vor verheerenden Folgen für die Kinder des Landes durch den Bürgerkrieg im Jemen. Millionen Kinder könnten nicht geimpft werden, zudem sei die Wasserversorgung oft zerstört und es drohten Infektionskrankheiten. Etwa 2,6 Millionen Kinder hätten zum Beispiel keinen Schutz gegen Masern, fast ebenso viele könnten gefährliche Durchfallerkrankungen bekommen. (APA, 30.6.2015)

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