Digicars: Ins mögliche Morgen brausen

23. Juli 2015, 08:03
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Das Designduo Dunne & Raby zeigt im Wiener Geymüllerschlössel Zukunftsszenarien.

Seine eigenen Kristallkugeln schuf sich das Designduo Anthony Dunne und Fiona Raby, die mit der Ausstellung "The School of Constructed Realities" in der Mak-Expositur Geymüllerschlössel im 18. Bezirk die Potenziale spekulativen Designs untersuchen wollen. Konkreter geht es darum, unterschiedliche Ideen und Experimente miteinander zu verknüpfen, um mittels Design noch zu erfindende Welten darzustellen.

Antony Dunne ist Gründer und langjähriger Leiter des Design Interactions Department am Royal College of Art in London, Fiona Raby lehrt Industrial Design an der Wiener Universität für angewandte Kunst. Beide gelten seit Jahren als Pioniere einer konzeptuellen Designbewegung. Eine Spekulation über den Fortbestand des Vereinigten Königreichs zum Beispiel zeigt sich in Form von Miniaturmodellen und Illustrationen über ein "alternatives" Großbritannien, das sich in vier unabhängige Regionen mit unterschiedlichen Gesellschaftssystemen und Lebensstilen aufteilt.

Sogenannte Digicars stellen eine Weiterentwicklung selbstfahrender Elektrofahrzeuge dar, Dunne & Raby spielen dabei unter anderem mit dem Gedanken, dass sich das Auto vom Transportmittel zu einem Interface zur Navigation durch Preise und Märkte entwickelt. Die Passagiere müssen in den Digicars stehen, damit diese weniger Platz verbrauchen. Das Projekt findet im Rahmen der Mak-Biennale "Ideas for Change" statt. (Michael Hausenblas, Rondo, 3.7.2015)

Mak Design Salon # 4; Dunne & Raby: "The School of Constructed Realities"; Geymüllerschlössel, Pötzleinsdorfer Str. 102, 1180 Wien; bis 4. 10.
Öffnungszeiten siehe: www.mak.at

  • Digicars stellen eine Weiterentwicklung selbstfahrender Elektrofahrzeuge dar.
    foto: dunne & raby

    Digicars stellen eine Weiterentwicklung selbstfahrender Elektrofahrzeuge dar.

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