Kärntner RZ Holzindustrie pleite

30. Juni 2015, 11:12
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Gläubigern wird 20-Prozent-Quote angeboten – Fortführung nicht geplant

Klagenfurt/Bad St. Leonhard – Die Kärntner RZ Holzindustrie GmbH mit Sitz in Bad St. Leonhard hat am Landesgericht Klagenfurt Insolvenz angemeldet. Passiva von 17,3 Mio. Euro stehen Vermögenswerte in Höhe von 3,5 Mio. Euro gegenüber, wie der Kreditschutzverband 1870 am Dienstag berichtete. Angestrebt wird ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung mit einer Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren.

Zum Masseverwalter wurde Egbert Frimmel bestellt. Es sind 53 Mitarbeiter und rund 70 Gläubiger betroffen. Der Betrieb ist de facto bereits seit März geschlossen, eine Wiedereröffnung ist nicht beabsichtigt. Gegenstand des Unternehmens war die Be- und Verarbeitung von Holz, die Produktion verleimter Brettholzschichten und jeder Art von Leimholz. Über die Insolvenzursache gab es zunächst keine Informationen.

Die RZ Holzindustrie ist ein Unternehmen der Riegler-Zechmeister Gruppe, zu der einige Unternehmen in den Bereichen Holzindustrie, Energietechnik und Anlagenbau gehören. Unter anderem hat ein Unternehmen der Gruppe einen Vertrag mit der Stadt Klagenfurt bezüglich der Erzeugung von Fernwärme aus Biomasse. Hier spießt es sich aber, die vertraglich vereinbarte Lieferung von Wärme ab Herbst dieses Jahres wird nicht eingehalten werden können. (APA, 30.6.2015)

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