Schnorcheln im bedrohten Weltkulturerbe

Ansichtssache30. Juni 2015, 11:50
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Das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens ist das größte Korallenriff der Erde. 1981 wurde es von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt und wird auch als eines der sieben Weltwunder der Natur bezeichnet

Delegierte des UNESCO-Weltkulturerbekomitees schnorchelten kürzlich durch das Great Barrier Reef; durch Tausende von Korallenriffen, die sich bis über 2.000 Kilometer vor die Nordostküste dehnen. Von Mantas, Delfinen und Haien umgeben, wollten sie die Gesundheit des weltweit größten lebenden Ökosystems überprüfen.

Sie fanden einige schwer beschädigte Korallen und bedrohte Tierarten, darunter auch der Dugong, auch Gabelschwanzseekuh oder Seeschwein genannt, und Schildkröten.

Das Weltnaturerbe ist nach Einschätzung von Umweltschützern von der vollständigen Zerstörung bedroht. "Ich gebe dem Riff keine weiteren 30 Jahre, wenn sich nicht sofort etwas ändert", sagte die Meeresexpertin von Greenpeace, Sandra Schöttner, am Dienstag am Rande der Jahrestagung des UNESCO-Welterbekomitees in Bonn. Seit 1985 ist etwa die Hälfte der Korallendecke abgestorben.

Das Welterbekomitee will sich am Mittwoch mit dem Great Barrier Reef befassen. Als wahrscheinlich gilt, dass es einen Beschluss verabschiedet, der von Australien verstärkte Schutzanstrengungen verlangt. Eine andere Möglichkeit ist, das Riff bereits jetzt auf die Rote Liste der gefährdeten Stätten zu setzen, was unter anderem Greenpeace fordert. (red/REUTERS, 30.6.2015 )

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