Griechenland-Urlauber: Bisher keine Stornowelle

30. Juni 2015, 09:43
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Lediglich Anfragen zu Zahlungsmöglichkeiten vor Ort

Wien/Athen/Berlin – Die Urlauber halten Griechenland offenbar zunächst weiter die Treue: Bei den großen Reiseveranstaltern gibt es bisher keine vermehrten Stornierungen von Griechenland-Reisen. Laut DER Touristik in Köln haben sich lediglich einzelne Urlauber über Zahlungsmöglichkeiten in ihrer Ferienregion erkundigt. "Von der Wirtschaftskrise merken Sie auf Kreta und Rhodos wenig", so eine Sprecherin.

Bei TUI Deutschland gab es gestern, Montag, ebenfalls keinen Zuwachs bei Umbuchungen oder Stornierungen: "Wir spüren dieses Phänomen nicht", sagte Vertriebschef Ralf Horter am Montag bei der Vorstellung der Winterkataloge in Chania auf Kreta.

Pauschal auf der sicheren Seite

Ähnlich die Situation in Österreich: Der Präsident des Österreichischen Reiseverbandes (ÖRV), Josef Peterleithner, erwartet weder eine Storno- noch eine Umbuchungswelle. Für Pauschalreisende sieht auch der ÖRV "aktuell keine Auswirkungen der Eurokrise". Für den heurigen Sommer sei die Nachfrage nach Urlaub in Griechenland sogar gestiegen.

Vor Ort könnten Leistungen mit Kreditkarte, Bankomat oder Bargeld bezahlt werden. Die derzeit gültige Abhebegrenze bei Bankomaten von 60 Euro pro Tag, die im Zuge der Kapitalverkehrskontrollen dieses Wochenende eingeführt worden ist, sei "für Touristen nicht gültig".

Branche mit Buchungen zufrieden

"Wir sehen im Moment keine großen Veränderungen beim Griechenland-Urlaub", heißt es auch beim Deutschen Reiseverband (DRV). Ähnlich äußerte sich der Reiseveranstalter Thomas Cook/Neckarmann. Auch dort verzeichnet man nach Angaben einer Sprecherin keine Stornierungen, lediglich Anfragen zum Bargeldzugang. Mit dem Buchungsstand zeigte sich das Unternehmen zufrieden: Griechenland sei im Sommer 2015 stark nachgefragt. Bei TUI Deutschland liegt Griechenland heuer im Sommer bei einem Buchungsplus von ein Prozent – nachdem bereits 2014 ein Rekordjahr war.

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Griechenland – 2014 steuerte die Branche rund 17 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. (APA, dpa, 30.6.2015)

  • Am Sonntag wurde auf der Ministeriums-Homepage folgender Hinweis veröffentlicht: "In Griechenland kann es im Falle von Barabhebungen bei Geldinstituten zu längeren Wartezeiten und Engpässen kommen. Auch Bankomaten können unter Umständen nicht immer ausreichend mit Bargeld versorgt sein, sodass eine Barabhebung bei Geldautomaten nicht immer möglich sein kann. Es wird daher empfohlen, für die gesamte Reisedauer ausreichend Barmittel mitzuführen."
    foto: imago/westend61

    Am Sonntag wurde auf der Ministeriums-Homepage folgender Hinweis veröffentlicht: "In Griechenland kann es im Falle von Barabhebungen bei Geldinstituten zu längeren Wartezeiten und Engpässen kommen. Auch Bankomaten können unter Umständen nicht immer ausreichend mit Bargeld versorgt sein, sodass eine Barabhebung bei Geldautomaten nicht immer möglich sein kann. Es wird daher empfohlen, für die gesamte Reisedauer ausreichend Barmittel mitzuführen."

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