"Format" soll eingestellt werden – "Spekulation", erklärt News-Boss

30. Juni 2015, 09:00
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Pirker: Print-Erscheinungsfrequenz "noch offen" – "Trend" soll "deutlich häufiger" als bisher erscheinen

Wien – Nach vorerst unbestätigten Informationen des STANDARD stellt die Verlagsgruppe News ihren Wirtschaftswochentitel "Format" nun doch ein, voraussichtlich mit Jahresende. Das wurde laut mehreren Quellen am Montag intern mitgeteilt. News-Boss Horst Pirker bezeichnet das als "Spekulation".

"Trend" "deutlich häufiger" als bisher

Pirker auf STANDARD-Anfrage: "Klar und öffentlich bekannt ist seit Monaten, dass wir spätestens Anfang 2016 die Angebote für die 'Business-Community' unter der Marke 'Trend' bündeln werden. Die Erscheinungsfrequenz in Print in 2016 war bisher und ist auch heute noch offen. Wie oft der dann neue 'Trend' tatsächlich erscheinen wird, werden wir über den Sommer erarbeiten. Das hängt ein Stück weit auch von der Entwicklung des Marktes und – mehr noch – von der 'Orchestrierung' von Print und Digital ab." Sicher ist jedenfalls, dass der neue "Trend" deutlich häufiger erscheinen wird als der alte "Trend".

Interne Sprachregelung: Vorerst sollen "Format" und "Trend" unter ihren Titeln weiter erscheinen, spätestens zu Jahresende soll eine Entscheidung über das weitere Vorgehen fallen. Intern rechnet man früher damit.

Nachlese

"Format" sollte nach bisherigen Plänen unter der Marke "Trend" weiter wöchentlich erscheinen, wie etwa im Februar berichtet. Pirker, seit Juni 2014 Geschäftsführer der Verlagsgruppe News, plant, die gedruckten und digitalen Wirtschaftspublikationen des marktbeherrschenden Magazinkonzerns unter der Marke "Trend" zu bündeln.

"Format" wird derzeit von rund zehn angestellten Journalisten und Freelancern produziert.

Mit aktuellem Informationsstand lässt sich auch aus einer Story von "Medianet" vorige Woche ein Aviso Pirkers ableiten. Die Branchenzeitung schreibt da: "Zwei weitere Problemkinder der Verlagsgruppe: 'Trend' und 'Format'. 'Beide adressieren eine ähnliche Zielgruppe', bekräftigte Pirker seine Überlegungen von Anfang dieses Jahres, die Titel zu vereinen. 'Wir werden nur ein Angebot an die Community richten, die stärkere Marke 'Trend' wird überleben.' Eine definitive Entscheidung dazu werde noch diese Woche fallen; jedenfalls kündigte Pirker 'etwas ganz Neues für die Business-Community' an."

Das monatliche Wirtschaftsmagazin hat Oscar Bronner schon 1970 gegründet. "Format" ist eine Entwicklung der News-Gründer Wolfgang und Helmuth Fellner, zunächst als Montags-Nachrichtenmagazin im Oktober 1998 frontal gegen "Profil" (damals Kurier-Magazingruppe) positioniert. Der Angriff gelang strategisch – die Kurier-Magazine wurden 2001 in der "Formil-Fusion" der schon marktbeherrschenden News-Gruppe einverleibt, der "Kurier" daran beteiligt. (red, 30.6.2015)

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