Stumpf-Stiftung hat Raiffeisen-Kredit gekauft

30. Juni 2015, 05:30
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Nach dem Verkauf der Victory rund um Investor Ronny Pecik hat die Heta offene Kredite eingeklagt, Raiffeisen seine Forderungen verkauft

Die Heta (ehemalige Hypo Alpe Adria) räumt immer noch ihre Vergangenheit auf und hat in dem Konnex die Verantwortlichen der Victory Industriebeteiligung AG rund um Ronny Pecik und Georg Stumpf angezeigt. Wie berichtet, geht es um Kredite von 91 Mio. Euro, die Victory 2007 aufgenommen hat; rund 40 davon sind bei der Heta noch offen. Besichert war das Ganze mit Oerlikon-Aktien. Nach deren Kursabsturz wollte Pecik eine Umschuldung der Victory erreichen, was aber misslang, wie er im Kurier sagte. Er habe die Gesellschaft dann "an einen Restrukturierer aus Deutschland verkauft", wurde er dort zitiert.

Victory wurde also 2011 mitsamt Restschulden an eine Gesellschaft in Hongkong verkauft, heute heißt die RB Capital East GmbH, sie hat ihren Sitz in Wien. Mitverkauft wurden auch Schulden, die Victory aus dem syndizierten Kredit bei der Raiffeisen Bank International (RBI) hatte. Die RBI hat allerdings nicht geklagt.

Pfand reichte nicht aus

Aus der Bilanz der RB Capital East von Ende September 2013 erschließt sich das Schicksal der Pfänder und Schulden. Die RB East hatte damals übrigens ein negatives Eigenkapital von rund 91,5 Mio. Euro, die buchmäßige Überschuldung lag bei rund 91 Mio. Euro. Ende Dezember 2011 haben die Banken laut Erläuterungen die an sie verpfändeten Oerlikon-Aktien verwertet. Die "Abdeckung der Kredite" sei sich damit wegen des Kursverfalls aber "nicht vollständig" ausgegangen. Daher habe man mit den beiden Banken ab Winter 2011/2012 über "Forderungsabtretungen verhandelt" – und dabei ist man offenbar mit der Raiffeisen Bank International handelseins geworden.

Laut den Erläuterungen in der Bilanz der RB Capital East hat die Millennium-Privatstiftung (sie ist Peciks einstigem Geschäftspartner Georg Stumpf zuzurechnen) aus der Patsche geholfen. Sie hat der RBI ihre Kreditforderung abgekauft. Dem Vernehmen nach äußerst günstig. (gra, 30.6.2015)

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