Medizin-Aufnahmetest: Neun Bewerber pro Platz

29. Juni 2015, 12:11
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Mehr als 14.000 Bewerber kämpfen um die 1.560 Plätze in Wien, Graz, Innsbruck und Linz

Mehr als 14.000 Personen haben sich für den am Freitag, 3. Juli stattfindenden jährlichen Aufnahmetest für das Medizinstudium an den Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck sowie der Medizin-Fakultät an der Uni Linz angemeldet. Das ist ein Plus von mehr als elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unverändert ist dagegen die Zahl der 1.560 zur Verfügung stehenden Studienplätze.

Mehr Bewerber

An der Medizin-Uni Wien haben sich 6.912 Bewerber (2014: 6.016) verbindlich zum Aufnahmetest für die 740 Plätze angemeldet, davon sind 2.841 Männer und 4.071 Frauen. In Innsbruck gehen 3.493 Interessenten für 400 Plätze an den Start, in Graz gingen 3.039 Anmeldungen für 360 Plätze ein. 597 Personen machen sich in Linz Hoffnungen auf einen der 60 Studienplätze (2014: 342), davon sind 238 Männer und 359 Frauen.

Rechnerisch kommen damit in Linz zehn Bewerber auf einen Platz, in Wien und Innsbruck je neun und in Graz acht. Allerdings gehen wie bisher 75 Prozent der Studienplätze an allen Unis an Kandidaten mit österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Bewerber aus der EU und fünf Prozent an Studienwerber aus Drittstaaten.

Aufgrund der Masse an Bewerbern wickeln fast alle Unis den Test an externen Standorten ab – in der Bundeshauptstadt in der Messe Wien, in Graz in der Stadthalle und in Innsbruck am Messegelände. Einzig die Uni Linz schafft es, die Kandidaten auf mehrere Hörsäle zu verteilen.

Einheitliche Tests

Die Studienwerber müssen bei den an allen Standorten gleichzeitig stattfindenden Aufnahmeprüfungen wie schon im Vorjahr die bundesweit einheitlichen Tests "MedAT-H" (für angehende Humanmediziner) und "MedAT-Z" (für Zahnmedizin-Interessenten) absolvieren.

Dieser setzt sich aus einem "Basiskenntnistest" über schulisches Vorwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, einem Textverständnistest, einem Test über "Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten" (Zahlenfolgen, Gedächtnis und Merkfähigkeit, etc.) sowie heuer erstmals einem Test über "Soziales Entscheiden" zusammen.

In letzterem soll erhoben werden, wie in sozialen Situationen Entscheidungen getroffen und welche Überlegungen für die Entscheidungsfindung angestellt werden. Zahnmediziner müssen statt Textverständnis und dem Erkennen von Implikationen manuelle Fertigkeiten nachweisen. (APA, 29.6.2015)

  • Aufgrund der Masse an Bewerbern wickeln fast alle Unis den Test an externen Standorten ab – im Bild die Messe Wien.
    foto: apa/roland schlager

    Aufgrund der Masse an Bewerbern wickeln fast alle Unis den Test an externen Standorten ab – im Bild die Messe Wien.

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