Offene Fragen zu Windows 10: Keine Abogebühren geplant

29. Juni 2015, 10:25
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Office bleibt bei Upgrade erhalten, Lizenzschlüssel künftig an Microsoft-Konto gebunden

Bei Windows 10 liefert Microsoft nicht unbedingt ein Paradebeispiel an gelungener Kommunikation ab. So schaffte man es, mit einem (in weiterer Folge kommentarlos abgeänderten) Blogeintrag Verwirrung darüber zu stiften, wer letztlich in den Genuss eines kostenlosen Updates kommen kann. Nach wie vor ist unklar, wie der Konzern im Rahmen der geplanten Aktualisierung über das Windows Insider-Programm mit Usern umgehen möchte, die nicht bereits Windows 7 oder 8 haben und damit in jedem Fall kostenlos zu einem lizenzierten Windows 10 kommen können.

Kein Abo-Modell

Dies bleibt vorerst also weiter offen. Der Guardian beantwortet allerdings eine Reihe anderer Fragen, die im Vorfeld des Releases für viele Nutzer relevant sein dürften. Eine Antwort vorweg: Für private Endkunden wird es keine Abo-Version von Windows geben.

Eine Umstellung des Systems auf jährliche Zahlungen in diesem Bereich hatte Microsoft allerdings auch nie angekündigt, es bis dato aber auch verabsäumt, einen solchen Schritt explizit auszuschließen. Die Sorgen einiger User dürften darauf basieren, dass Microsoft Office mit Office365 auf ein solches Modell umgestellt hat.

Alte Office-Versionen bleiben erhalten

Wer eine ältere Version von Office, etwa die 2010er-Ausgabe nutzt, muss sich auch keine Sorgen machen. Windows 10 wird von Windows 7 und 8 aus als "In-Place-Upgrade" installiert. Das System wird also erneuert, installierte Programme bleiben aber erhalten. Zur Sicherheit sollte man aber seinen Office-Lizenzschlüssel parat haben, da es passieren kann, dass dieser nach dem Upgrade erneut eingegeben werden muss.

Kompatibilität

Sorgen um die Kompatibilität von Programmen muss man sich in der Regel nicht machen. Was auf Windows 7 und 8 läuft sollte normalerweise auch unter Windows 10 laufen. Wer sicher gehen willl, kann eine Überprüfung mit der "Get Windows 10"-App vornehmen, die auf eine recht umfangreiche Datenbank an Einträgen zur Verträglichkeit verschiedener Programme mit Windows 10 zugreift.

Betroffen kann allerdings Software sein, die ursprünglich für Windows XP entwickelt wurde. Windows 7 Pro brachte noch einen Kompatibilitätsmodus mit, mit der Folgeversion hat Microsoft die Bande zu dem Oldie aus 2001 aber endgültig gekappt. Sollten XP-Programme auf Windows 10 nicht funktionieren, bleiben als Ausweg nur eine virtuelle Maschine oder ein separater Rechner mit XP, der aus Sicherheitsgründen nicht ans Internet angebunden sein sollte.

Lizenz an Microsoft-Konto gebunden

Entwarnung gibt Microsoft auch gegenüber all jenen, die sich nicht sicher sind, ob sie wichtige Hardware wie das Motherboard oder den Prozessor wechseln oder Windows 10 komplett neu installieren können, ohne ihre Lizenz zu verlieren. Der Guardian empfiehlt, zuerst ein In-Place-Upgrade vorzunehmen und das Administratorkonto mit einem Microsoft-Account (etwa über live.at oder outlook.com) zu verknüpfen.

Über diesen wird dann die Lizenz hinterlegt, die künftig anstatt des an die Hardware gebundenen Keys zum Einsatz kommt. Danach kann man beliebig Komponenten tauschen und das System komplett neu installieren. Aus diesem Grunde ist es auch ratsam, Windows 10 auf jeden Fall mit einem Microsoft-Account zu nutzen, da dieser Voraussetzung für den Zugang zum Store und die Nutzung von durchaus praktischen Helfern wie OneNote oder OneDrive ist. Lokale Konten werden weiterhin unterstützt, etwa um Gästen Zugang zum Rechner zu geben oder für Offline-Nutzung. (gpi, 29.06.2015)

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