Griechenland-Krise belastet Börsen in Asien und im Pazifikraum

29. Juni 2015, 07:16
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Die griechischen Banken und die Athener Börse bleiben ab Montag geschlossen. Die Ungewissheit schlägt sich auch auf den Märkten nieder

Athen – Nach der Zuspitzung der Griechenland-Krise sind die Märkte in Asien und der Pazifikregion mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Japan, Singapur und Sydney öffneten am Montag mit deutlichem Minus.

Die Krise um Griechenlands Finanzen hatte sich am Sonntag zugespitzt. Angesichts der akuten Schuldenkrise Griechenlands bleiben die Banken des Landes bis zum 6. Juli geschlossen. Das wurde in einer in der Nacht auf Montag in Athen veröffentlichten amtlichen Mitteilung festgelegt. Die Bankenschließung gilt damit bis nach dem Referendum über die Vorschläge der internationalen Geldgeber Griechenlands am kommenden Sonntag.

Die täglichen Barabhebungen an Bankomaten werden der Mitteilung zufolge für Griechen auf 60 Euro pro Tag beschränkt. Mit der offiziellen Bekanntgabe wurden entsprechende Berichte griechischer Medien bestätigt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor beschlossen, die Notkredite für griechische Banken vorerst einzufrieren.

Euro gibt nach

Der Euro gab am Montag wie erwartet nach. Das Minus hielt sich mit einem Abschlag von rund eineinhalb Cent allerdings in Grenzen. Um 5 Uhr kostete ein Euro 1,1012 Dollar, nachdem er am Freitagabend bei rund 1,1160 Dollar gestanden hatte. In den ersten Handelsstunden der Woche war der Euro zeitweise auf 1,0955 Dollar gefallen. Experten machten die jüngste Eskalation in der griechischen Krise für den Kurssturz verantwortlich. (APA, 29.6.2015)

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