Ö1 wiederholt ausgezeichnete "Tonspuren" und würdigt Christine Lavant

28. Juni 2015, 17:54
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Den Sommer über preisgekrönte Literaturfeatures, zum 100. Geburtstag der Kärntner Schriftstellerin Erzählungen, Gedichte, Erinnerungen

Wien – Die Sendungen der Ö1-Reihe "Tonspuren" (montags, 21 Uhr, Wiederholung: donnerstags 16 Uhr) gehören wohl zu den meist ausgezeichneten Formaten des Kultursenders. Über den Sommer macht sich Ö1 die Schaffenskraft seiner Journalistinnen und Journalisten zu Nutze und wiederholt preisgekrönte Ausgaben der Schriftstellerporträts.

Unter dem Titel "Der gute Ton" stehen folgende Features auf dem Programm: "Das ganze riecht übel nach Provinz" über den Brecht-Boykott in Österreich (6.7.) , "Michel de Montaignes Tagebuch der Reise nach Italien" (13.7.), "Der unsichtbare Widerstand. Internet-Tagebücher im Iran"(20.7.), "In der Seele gibt es ein Bedürfnis, nicht zu denken. Das doppelte Leben des Raymond Carver" (27.7.), "a-moll. Eine Geschichte in fünf Ganz- und zwei Halbtonschritten" (3.8.), "Über das Unglück, ein Grieche zu sein" (10.8.), "Zwischen Kreuz und Galgen. Der Publizist Kurt Neumann und der Februar 1934" (17.8.) und schließlich "Der Preis der Freiheit. Die ägyptische Aktivistin und Schriftstellerin Nawal El Saadawi" (24.8.).

Der Schriftstellerin Christine Lavant gedenkt Ö1 zum 100. Geburtstag mit einem Schwerpunkt:

Für die "Gedanken für den Tag" (29. Juni bis 4. Juli, jeweils um 6.56 Uhr) hat "Presse"-Kulturredakteur Norbert Mayer Gedichte von Christine Lavant ausgewählt und macht sich Gedanken zu Leben und Werk der Dichterin. In den "Tonspuren" steht am Montag (29. Juni, 21 Uhr) das von Doris Moser gestaltete Feature "... und spüre, dass mich niemand hört" auf dem Programm. Am 3. Juli (11.40 Uhr) liest Magda Kropiunig die 1948 erschienene erste Erzählung "Das Kind", in der Christine Lavant wohl autobiografisch von den Erfahrungen eines Kindes in einem Krankenhaus schreibt.

Am Samstag (4. Juli), dem eigentlichen Geburtstag, sind über den Tag verteilt Gedichte Lavants zu hören, von Schauspielerin Isabel Karajan gelesen und mit persönlichen Empfehlungen von Werk-Kennern wie der Autorin Maja Haderlap, dem Filmregisseur Julian Pölsler oder dem Theologen und Psychotherapeuten Arnold Mettnitzer versehen.

"Die Hörspiel-Galerie" (4.7., 14.00 Uhr) bringt die Erzählung "Das Wechselbälgchen" mit Sophie Rois, die auch eine im Mandelbaum Verlag erschienenes Hörbuch aufgenommen hat, bei dem ebenfalls Franz Hautzinger, Matthias Loibner und Peter Rosmanith die Musik beigesteuert haben. Den Abschluss machen "Nachtbilder – Poesie und Musik" ab 22.33 Uhr. Isabel Karajan liest Gedichte aus "Christine Lavant: Zu Lebzeiten veröffentlichte Gedichte", dem ersten Band der im Wallstein Verlag erscheinenden vierbändigen Werkausgabe.

(red, 28.6.2016)

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