201 Riesenschildkröten auf Galápagos-Insel Santa Fé angesiedelt

28. Juni 2015, 17:52
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Naturschutzprojekt soll Schildkröten nach dem Aussterben nahe verwandter Arten heimisch machen

Quito – Ecuador hat auf einer Galápagos-Insel 201 Riesenschildkröten (Chelonoidis nigra) ausgesetzt. Die aus einer Zucht stammenden Tiere wurden am Samstag auf der Insel Santa Fé in die Freiheit entlassen, auf der vor mehr als 150 Jahren das letzte Exemplar der Landschildkröte Chelonoidis hoodensis, einer verwandten Art derselben Gattung, gestorben war.

Wissenschafter wollen unter anderem den Einfluss der Schildkröten auf das einzigartige Ökosystem der Galápagos-Inseln untersuchen. Die nun angesiedelten Tiere hätten morphologische und genetische Ähnlichkeiten mit Chelonoidis sp., sagten Mitarbeiter des Galápagos-Nationalparks. Diese Spezies war ausgestorben, nachdem das Ökosystem schweren Schaden durch menschlichen Einfluss genommen hatte.

Ökologischer Meilenstein

30 der jetzt freigelassenen Schildkröten wurden mit einem Peilsender ausgestattet, um den Forschern Auskunft über ihre Wanderbewegungen auf der rund tausend Kilometer vor Ecuadors Küste gelegenen Insel zu geben.

Der Nationalpark nannte die Aktion einen "Meilenstein des Artenschutzes". Mit dem Projekt werde die ökologische Wiederherstellung des Archipels angestrebt, das durch die Studien des Naturforschers Charles Darwin zur Evolutionstheorie weltweite Bekanntheit erlangt hatte.

Parkdirektor Danny Rueda meinte, ein zentraler Punkt des Vorhabens sei es, den Einfluss der Tiere auf andere Tierarten des Eilands zu erforschen. Experten zufolge lebten einst 14 Unterarten von Chelonoidis auf Galaápagos, von denen mittlerweile drei ausgestorben sind. (APA, 28.6.2015)

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