Außenamt rät Urlaubern zu Bargeld

28. Juni 2015, 16:37
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Reisende sollen bei einem Griechenland-Urlaub genügend Bargeld dabei haben

Wien/Berlin/Athen – Das Außenministerium rät Griechenland-Reisenden angesichts der sich abzeichnenden Staatspleite dazu, für die gesamte Aufenthaltsdauer ausreichend Bargeld mitzunehmen. Am Sonntag wurde auf der Ministeriums-Homepage folgender Hinweis veröffentlicht:

"In Griechenland kann es im Falle von Barabhebungen bei Geldinstituten zu längeren Wartezeiten und Engpässen kommen. Auch Bankomaten können unter Umständen nicht immer ausreichend mit Bargeld versorgt sein, sodass eine Barabhebung bei Geldautomaten nicht immer möglich sein kann. Es wird daher empfohlen, für die gesamte Reisedauer ausreichend Barmittel mitzuführen." Griechenland-Reisende sollten sich regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen informieren.

Die Lage in Griechenland hatte sich am Wochenende drastisch verschärft: Aus Sorge um ihre Ersparnisse versuchten zahlreiche Griechen, ihr Geld abzuheben. Vor Bankomaten bildeten sich lange Schlangen. Griechenland steuert auf einen Bankrott zu; es droht ein Finanzchaos. Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte in der Nacht auf Samstag überraschend ein Referendum über die Reform- und Sparvorschläge der Geldgeber (EU, EZB, IWF) für den kommenden Sonntag angekündigt. Die Finanzminister der Eurozone warfen Tsipras daraufhin vor, einseitig die Verhandlungen abgebrochen zu haben, und entschieden, das am Dienstag auslaufende Hilfsprogramm nicht zu verlängern. Ohne frisches Geld droht Griechenland binnen weniger Tage die Pleite.

Im Fall eines "Grexit" ist eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung einer Griechenlandreise für Pauschalurlauber im Übrigen nicht möglich. Selbst wenn der Euro keine Gültigkeit mehr hätte, können Urlauber mit Kreditkarte oder EC-Karte zahlen. (APA/red, 28.6.2015)

  • Die griechische Wirtschaft braucht den Tourismus.
    foto: imago/imagebroker

    Die griechische Wirtschaft braucht den Tourismus.

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