Familienlustspiel à la Büchner: "Die Nerven der Fische"

26. Juni 2015, 18:42
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Von Josef Maria Krasanovsky und Alexander Mitterer in Graz

Georg Büchner hat seine Dissertation über die Sehnerven der Rheinbarben geschrieben, sich beim Sezieren mit Typhus infiziert und ist 1837 mit 23 Jahren verstorben. Was geschah mit Büchners letztem Stück? Wovon mag es gehandelt haben?

Von Pietro Aretino, der im frühen 16. Jahrhundert für seine Schmähschriften bekannt war, die auch vor den Päpsten nicht haltmachten. Zu Berühmtheit gelangte er jedoch durch seine Sonetti lussuriosi, die er nach den erotisch-pornografischen Zeichnungen von Giulio Romano verfasste. Wollte der freigeistige Büchner uns neben seinen erst 100 Jahre später berühmt gewordenen Dramen ein Lustspiel hinterlassen? War es seine hinterbliebene unglückliche Verlobte, die das Stück verschwinden ließ, oder hatten Büchners fünf Geschwister ihre Finger im Spiel?

Die Autoren Josef Maria Krasanovsky (der auch für Regie und Bühne verantwortlich zeichnet) und Alexander Mitterer haben ihre Mutmaßungen darüber – mit bearbeiteten Textauszügen von Georg Büchner, Ludwig Büchner, Pietro Aretino und Knut Hamsun – furios und klug weitergesponnen und mit sechs Schauspielern auf die Bühne gestellt. Am Samstag letzte Vorstellung! (wh, 26.6.2015)

TTZ Tanz & Theaterzentrum Graz, 20.00

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Theater Kaendace

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