Asyl: Babler mit "dringendem Appell" an Innenministerin

26. Juni 2015, 15:45
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Bereitstellung von 40 Sozialarbeitern für Konfliktzonen in Traiskirchen gefordert

Traiskirchen – Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler (SPÖ) hat am Freitag nicht nur neuerlich die Reduktion der Belagzahl in der Asyl-Erstaufnahmestelle in der Stadt, sondern auch die Bereitstellung von 40 Sozialarbeitern gefordert. Er wandte sich diesbezüglich in einem Schreiben an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Es handle sich um einen "dringenden Appell", sagte Babler zur APA.

Die dramatisch hohe Zahl an Asylwerbern schaffe für die Stadt massive Probleme im öffentlichen Raum, vorwiegend durch Nutzerkonflikte auf öffentlichen Plätzen, in Parks, auf Kinderspielplätzen sowie in Freizeiteinrichtungen oder Bushaltestellen bzw. Bahnhöfen, schrieb der Bürgermeister an Mikl-Leitner. Damit verbunden war das Ersuchen, "um die unerträgliche Situation für alle beteiligen Flüchtlinge bzw. die Wohnbevölkerung zu beenden", Sofortmaßnahmen zu setzen, um den Stand an Asylwerben "deutlich zu senken".

"Nicht die Flüchtlinge als Personen machen Probleme"

Dazu erging die Forderung – ab sofort bis zur umzusetzenden Reduktion – nach der Bereitstellung von 40 Sozialarbeitern "mit entsprechender Qualifikation und Fremdsprachenkenntnissen, die stationär in den Konfliktzonen im öffentlichen Raum vor Ort sind". Dies könnte dazu beitragen, "zumindest einige kleinere Aufgabenstellungen zu lösen, auch wenn die großen Probleme für die Stadt bleiben", formulierte Babler.

Gleichzeitig verwies der Bürgermeister darauf, dass es "erst heute" wieder eine Vielzahl an Konflikten im öffentlichen Raum gegeben habe, die direkt durch die hohe Zahl an Asylwerbern und deren Massenunterbringung bzw. die fehlende Betreuung in Traiskirchen begründet seien. "Nicht die Flüchtlinge als Personen machen Probleme, sondern diese, von Ihnen produzierten Massenzustände in einer Stadt wie unserer", schrieb Babler an Mikl-Leitner und fügte hinzu: "Wollen Sie die Situation in Traiskirchen tatsächlich, ganz bewusst eskalieren lassen?" (APA, 26.6.2015)

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