Hausdurchsuchung im guatemaltekischen Parlament

25. Juni 2015, 23:36
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Immunität des Präsidenten könnte aufgehoben werden

Guatemala-Stadt – Im Zuge von Korruptionsermittlungen hat die guatemaltekische Staatsanwaltschaft das Personalbüro des Kongresses durchsucht. Zudem leiteten die UN-Kommission gegen Straflosigkeit (CICIG) und die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag ein Vorverfahren gegen den Abgeordneten Pedro Muadi ein.

Der frühere Parlamentspräsident soll im Budget rund 200 Planstellen geschaffen haben, die nie besetzt wurden, und Geld unterschlagen haben. Die Sicherheitsbehörden des mittelamerikanischen Landes haben in den vergangenen Monaten mehrere Korruptionsringe gesprengt. Die Verbindungen der Verdächtigen reichen bis in höchste Regierungskreise.

Vizepräsidentin Roxana Baldetti und Innenminister Mauricio Lopez traten bereits zurück. Gegen Präsident Otto Perez wurde Strafantrag gestellt. Derzeit prüft das Parlament, ob die Immunität des Staatschefs aufgehoben werden soll. Am 6. September finden in Guatemala Präsidenten- und Parlamentswahlen statt. (APA, 25.6.2015)

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