Audi und Volkswagen: Geheimnisvolle Geschichtsstunde

30. Juni 2015, 15:12
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Zwei neue Bücher über Raritäten von Audi und Volkswagen

Etwas makaber klingt der Terminus jener stets fest verriegelten Werkshalle auf dem Gelände der Volkswagen-Werke in Wolfsburg, in der Geheimnisse der Automobilgeschichte lagern. Selbst Eingeweihten ist das "Mausoleum" nicht gewärtig. Lange Zeit war es unter Verschluss. Temporär standen in jener Halle bis zu siebzig verschiedene Modelle. Allesamt Autos ohne Zukunft. Prototypen und Designstudien. Studienobjekte, die nicht zur Produktion kamen oder gar nicht dafür gedacht waren.

Vieles von dem, was in den 1950er- und 1960er-Jahren als potenzielle Käfer-Nachfolger entwickelt wurde, wird immer im Okkulten lagern. Vieles wurde sofort verschrottet. Sogar Skizzen und Pläne gingen verloren. Erst seit wenigen Jahren kümmern sich Historiker der "Stiftung Automuseum Volkswagen" um die Aufarbeitung dieser Preziosen. Teile der VW- und Karmann-Raritäten-Recherchen präsentiert Christof Vieweg.

Ans Tageslicht geholt

Ein ähnliches Schicksal widerfuhr offenbar auch vielen Modellen aus der Audi-Werkstatt. In Zwickau überdauerten die Studien von Prototypen, von Autos, die nie in Serie gingen, die Jahre. Zurückreichend bis ins Jahr 1899, als August Horch erste "Gehversuche" im Automobilsektor unternahm, werden diese Fundstücke nun ans Tageslicht geholt. Fantastisch, was es an Kleinoden und Tagträumen damals gab.

Wunderbare Zeitreisen in eine heute entschwundene Wunderwelt an Ästhetik, Technik und Design von wahren Chromjuwelen. (Gregor Auenhammer, 30.6.2015)

Erik Eckermann, "Audi-Raritäten – Prototypen und Autos, die nie in Serie gingen." € 35,- / 168 S., Geramond, München 2015.

Christof Vieweg, "Volkswagen-Raritäten – Prototypen, Forschungswagen, Studien. 70 geheime Prototypen der 1950er- und 1960er-Jahre." € 35,- / 168 S., Geramond-V., München 2015

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