Gold-Doppel der Schwimmer in Baku

25. Juni 2015, 16:27
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Sebastian Steffan und Caroline Pilhatsch erhöhen Österreichs Medaillenausbeute auf elf – Filzmoser enttäuschte Siebente der Judo-EM in Baku

Baku – Österreichs Schwimmer haben am Donnerstag am 13. von 16 Wettkampftagen der 1. Europaspiele in Baku für die ersten beiden Goldmedaillen des 143-köpfigen österreichischen Aufgebots bei diesen Titelkämpfen gesorgt. Nicht einmal 15 Minuten nach dem Sieg des Oberösterreichers Sebastian Steffan über 200 m Lagen schlug Caroline Pilhatsch über 50 m Rücken zu. Die 16-Jährige gewann in 28,60 Sekunden.

Die Steirerin gewann eine Zehntel vor der Französin Pauline Mahieu und verbesserte ihre knapp eineinhalb Stunden davor von Fabienne Nadarajah übernommene österreichische Bestleistung um weitere 3/100 Sekunden. Der 18-jährige Steffan und Pilhatsch hatten jeweils bereits in ihrem Vorlauf als erste OSV-Aktive das EM-Limit für die Langbahn-EM im Mai 2016 in London gelöst.

Österreich hält bei den Europaspielen bei elf Medaillen – zwei in Gold, sechs in Silber und drei in Bronze.

Vermeintliche Bewusstlosigkeit Filzmosers

Sabrina Filzmoser hat am ersten Tag der Judo-EM im Rahmen der Europaspiele in Baku für die einzige Platzierung aus österreichischer Sicht gesorgt, fühlte sich aber um den Bronzekampf betrogen. Wegen vermeintlicher Bewusstlosigkeit der Oberösterreicherin hatte der Kampfrichter den Arzt auf die Matte geholt, was gleichzeitig die Niederlage für die zweifache Ex-Europameisterin bedeutete.

Filzmoser hatte in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm nach einem Freilos in der ersten Runde die Deutsche Viola Wächter geschlagen, um den Poolsieg unterlag sie allerdings der Französin Automne Pavia mit Ippon. Gegen sie liegt sie nun in direkten Duellen 1:8 zurück.

In der Hoffnungsrunde kam es zur Begegnung mit der Niederländerin Sanne Verhagen. Es stand wenige Sekunden vor Ende der regulären Wettkampfzeit unentschieden, als die 35-jährige Filzmoser bei einem Wurfansatz ihrer Gegnerin zwar auf dem Bauch, aber hörbar hart auch auf dem Kopf landete. Der Kampfrichter holte den österreichischen Arzt Alfred Engel auf die Matte.

"Ich bin auf den Kopf gefallen, wollte mir kurz etwas Zeit nehmen, bevor die Verlängerung gestartet wäre. Darum habe ich auch zum Arzt gesagt, dass ich nichts habe, nur einen kurzen Moment brauche", erklärte Filzmoser. "Ich war nicht bewusstlos. Mir wurde die Möglichkeit genommen, weiterzukämpfen", meinte sie enttäuscht. Der Kampfrichter habe behauptete, ein Rollen in ihren Augen gesehen zu haben.

Zeltner und Paischer früh gescheitert

Ihren jeweils zweiten Kampf verloren Tina Zeltner (bis 57 kg) und Ludwig Paischer (bis 60). Der 33-jährige Salzburger Paischer musste sich nach einem Erfolg über den Finnen Juho Reinvall dem Schweizer Ludovic Chammartin geschlagen geben." Mitnehmen kann ich, dass ich körperlich gut in Schuss bin, aber vom Kopf her noch Reserven habe", sagte Paischer.

Für Zeltner kam nach einem Erfolg über die Schweizerin Emilie Amaron gegen die Ungarin Hedvig Karakas das Aus. "Ich bin nicht unzufrieden mit meiner Leistung. Zwar hätte man Karakas in den letzten Sekunden noch eine Bestrafung geben können, aber dafür fehlt mir womöglich noch der Name dazu. Diesen muss ich mir noch machen", meinte die 22-jährige Zeltner. (APA, 25.6.2015)

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