Thriller: Paszek zieht in den Hauptbewerb von Wimbledon ein

25. Juni 2015, 14:58
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Hart erkämpfter Dreisatzsieg gegen Chinesin Wang Yafan

London – Österreichs Tennis ist in den Einzeln des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon neben Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer durch Tamira Paszek auch bei den Damen vertreten. Die Vorarlbergerin gewann am Freitag in der dritten Qualifikationsrunde gegen die Chinesin Wang Yafan (Nr. 16) 6:4,6:7(6),7:5. Es ist die achte Hauptfeld-Teilnahme der 24-Jährigen in Wimbledon. Die Auslosung erfolgt am Freitag.

"Das ganze Match über solide serviert"

Paszek hat nie an ihrer Chance gezweifelt, nach ihrem Sieg war sie aber entsprechend erleichtert. "Ich wusste, dass die Chance kommt. Ich habe das ganze Match über solide serviert." Nur nach den im zweiten Satz vergebenen Matchbällen sei es hart gewesen. "Da war es nicht einfach, zurückzukommen. Aber ich musste aktiv bleiben, durfte nicht zurückblicken."

Ihre Erwartungen wollte Paszek niedrig halten, zunächst die Auslosung abwarten. Zuversichtlich zeigte sie sich aber schon. "Die erste Runde muss jeder erst überstehen, da ist vieles möglich. Mir geht es körperlich gut, das ist wichtig." Die Vorarlbergerin hatte erst Mitte April eine sechs Monate lange Verletzungspause beendet.

Es war über exakt 2:30 Stunden ein hartes Stück Arbeit für die auf Weltranglistenrang 242 zurückgefallene Paszek. Nach relativ klaren Siegen in den ersten beiden Qualifikationsrunden kassierte sie gegen die 21-jährige Wang (WTA-128.) in allen Sätzen ein frühes Break. Während die zweifache Wimbledon-Viertelfinalistin den ersten Satz nach einem 0:3 noch recht sicher gewann, schaffte sie es im zweiten Durchgang immerhin noch ins Tiebreak.

Break-Rückstand bis zum letzten Moment

In dem machte sie nach 6:3-Führung aber keinen Punkt mehr, vergab drei Matchbälle. Daran hatte sie im dritten Satz zu knabbern, dem Break-Rückstand lief sie bis zum 4:5 nach. Als Rückschlägerin gegen den Matchverlust packte Paszek aber wieder ihr bestes Tennis aus, schaffte gerade rechtzeitig das Rebreak, ließ Wang kein Game mehr und verwertete ihren insgesamt fünften Matchball zum Aufstieg in ihren achten Wimbledon-Hauptbewerb.

Für Paszek ist es ein heiß ersehntes Erfolgserlebnis. Nach langer Durststrecke hatte sie heuer zuletzt erst bei drei ITF-Turnieren auf Rasen Matchsiege gefeiert, auf ihrem Lieblingsbelag schaffte sie nun die Rückkehr auf die Grand-Slam-Bühne. Ihre bisher letzte Teilnahme an einem Major hatte die Dornbirnerin vor einem Jahr in Wimbledon, als sie aber in der ersten Runde der Belgierin Kirsten Flipkens in drei Sätzen unterlag. (APA; 25.6.2015)

  • Tamira Paszek hatte ein wildes Auf und Ab hinter sich zu bringen.
    foto: apa/dapd/grant

    Tamira Paszek hatte ein wildes Auf und Ab hinter sich zu bringen.

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