US-Trinkern von Beck's-Bier winkt Entschädigung für "Import"-Bier

25. Juni 2015, 14:30
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Kunden sei vorgegaukelt worden, ein in Deutschland produziertes Pilsner in den Händen zu halten

Berlin/Washington – Trinkern von Beck's-Bier in den USA winkt in den USA einem Zeitungsbericht zufolge bis zu 50 Dollar Schadenersatz für nicht importiertes "Import-Bier". Den Kunden des weltgrößten Brauers Inbev sei vorgegaukelt worden, ein in Deutschland produziertes Pilsner in den Händen zu halten, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ).

Die Produktion sei aber bereits 2012 nach St Louis verlagert worden, wie aus einer Klage gegen den Konzern hervorgehe. Aufdrucke wie "Deutsche Qualität" und "stammt aus Bremen, Deutschland" hätten die Kunden in die Irre geführt.

Zehn Cent pro Flasche

Die Kläger einigten sich nun mit Inbev darauf, pro gekaufter Flasche zehn Cent zu erhalten, wie die Zeitung berichtete. Maximal stünden den Beck's-Käufern 50 Dollar in Aussicht. Selbst ohne Beleg könnten bis zu zwölf Dollar verlangt werden. Die Einigung sei vom Bundesgericht in Miami in dieser Woche gutgeheißen worden. Die endgültige Entscheidung soll im Oktober fallen.

Er hoffe nun auf einen Wandel in der gesamten Branche, zitiert das WSJ einen Anwalt der Kanzlei Kozyak Tropin.

Brauer wie InBev folgten mit ihrem Vorgehen Autoherstellern wie BMW, die ihre Produktion in die USA verlagert haben, und zwar ohne Imageschaden und ohne das Etikett "Import" zu verlieren. In den USA herstellen, aber zum Importpreis verkaufen – das weckt offenbar Begehrlichkeiten. Der Beck's-Brauer kennt allerdings bereits die Vorwürfe: Vergangenes Jahr hat er sich gegen eine Klage wehren müssen, er habe Kunden vorgegaukelt, seine Marke Kirin stamme aus Japan. (APA, 25.6.2015)

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