EU will Kampf gegen Schmuggel mit Elektroschrott verstärken

25. Juni 2015, 13:57
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Zweitägige Konferenz mit zahlreichen Akteuren in Lyon

Paris – Die Europäische Union will den Kampf gegen den Schmuggel mit Elektroschrott verstärken und gegen die unsachgemäße Entsorgung der Abfälle vorgehen. Dazu begann am Donnerstag im französischen Lyon eine zweitägige Konferenz mit Akteuren aus allen betroffenen Bereichen, darunter Vertreter der Recyclingsysteme, Polizei und Grenzbehörden sowie Produzenten von Elektrogeräten und NGOs.

Ziel des Treffens sei es, "gute Praktiken der einzelnen Länder zu sammeln und Empfehlungen für die EU zu erarbeiten", sagte Guillaume Duparay von der Organisation Eco-systèmes. Im Jahr 2012 wurden in Europa lediglich 3,3 Millionen Tonnen Elektroabfälle sachgemäß gesammelt und recycelt – bei einem Gesamtaufkommen von rund 9,3 Millionen Tonnen.

Unter Hausmüll gemischt

Nach Angaben des europäischen Projekts gegen den illegalen Handel mit Elektroabfällen (CWIT) wurde der Rest zum Teil unter den Hausmüll gemischt, was gegen Umweltauflagen verstößt und die Verarbeitung des Elektroschrotts erschwert. Zudem wurden geschätzte zehn Prozent des Abfalls illegal exportiert. Oft landet er dann in Afrika und Asien und wird letztlich auf offenen Deponien entsorgt.

Die Metalle und wertvollen Stoffe der Geräte können bei falscher Entsorgung nicht gewonnen werden. Zu Elektroschrott zählen Computer, Flachbildschirme, Telefone und Teile dieser Produkte. (APA, 25.6.2015)

  • Elektroabfälle werden oft unsachgemäß entsorgt.
    foto: apa/epa/divyakant solanki

    Elektroabfälle werden oft unsachgemäß entsorgt.

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