Mehr als 1.000 Menschen durch Hitze in Pakistan gestorben

25. Juni 2015, 12:59
23 Postings

Großflächige Stromausfälle verschärfen Lage

Karachi – Die pakistanische Millionenmetropole Karachi leidet unter der schwersten Hitzewelle seit rund 35 Jahren, der nach Angaben einer Wohlfahrtsorganisation schon mehr als 1.000 Menschen zum Opfer fielen. Die Wetterlage mit Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius fällt mit dem Beginn des Fastenmonats Ramadan zusammen, in dem Muslime am Tage weder essen noch trinken dürfen.

Einige Geschäfte lehnen den Verkauf von Wasser oder Eis am Tage ab, weil sie aufgrund der Religionsgesetze dafür bestraft werden können. Hinzu kommen großflächige Stromausfälle, so dass nicht einmal Klimaanlagen oder Ventilatoren den Menschen etwas Kühlung verschaffen können. Wegen der vielen Todesfälle infolge der Hitze wird bereits der Platz in den Leichenhallen knapp.

Kritik an Regierung

Ein leitender Mitarbeiter der Wohlfahrtsorganisation Edhi Foundation berichtete am Donnerstag, in einigen Leichenhallen der 20-Millionen-Einwohner-Stadt müssten die Toten bereits in Säcken auf dem Flur gelagert werden. Hinzu kämen Probleme mit der Kühlung, sagte Anwar Kazmi.

Die Regierung unternehme nichts und mache nur den Stromerzeuger K-electric für die Hitzetoten verantwortlich. Das private Unternehmen K-electric erklärte, durch das illegale Abzapfen von Strom sei das Netz ohnehin überlastet. Dazu sei noch die Hitzewelle gekommen. (APA, 25.6.2015)

  • Ein leichter Temperaturrückgang brachte etwas Linderung in Karachi.
    foto: epa/bilawal arbab

    Ein leichter Temperaturrückgang brachte etwas Linderung in Karachi.

Share if you care.