Melzer in Quali out, Paszek weiter

24. Juni 2015, 17:26
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Thiem als Nummer 32 gerade noch gesetzt – Melzer verliert gegen Niederländer Sijsling – Paszek steht in dritter Quali-Runde

London – Dominic Thiem ist beim Rasenklassiker der Tennisprofis in Wimbledon (29. Juni – 12. Juli) als Nummer 32 gerade noch gesetzt. Und damit steht die österreichische Herrentennisszene sogar noch besser da als die deutsche. Von den männlichen Profis des Nachbarlands schaffte es kein einziger in die Gesetztenliste auch wenn Philipp Kohlschreiber als Weltranglisten-33. nur knapp daran vorbeischrammte.

Angeführt wird die Setzliste der Weltrangliste entsprechend von Titelverteidiger Novak Djokovic (SRB), Roger Federer (SUI) und Lokalmatador Andy Murray (GBR). Rafael Nadal ist nur die Nummer 10, der Spanier könnte damit schon früh auf einen anderen Starspieler treffen.

Bei den Damen führen Serena Williams (USA), Vorjahressiegerin Petra Kvitova (CZE) und Simona Halep (ROM) die Liste an. Neben Thiem steht nur noch Andreas Haider-Maurer fix im Hauptfeld. Tamira Paszek hat noch Chancen über die Qualifikation. In der zweiten Runde besiegte sie am Mittwoch die Britin Katie Swan in 1:05 Stunden mit 6:3, 6:3. In der dritten und letzten Quali-Runde muss die 24-jährige Vorarlbergerin gegen die als Nummer 16 gesetzte Chinesin Wang Yafan ran, die Melanie Oudin (USA) mit 6:4, 6:3 aus London verabschiedete.

Paszek, die zweimal in Wimbledon das Viertelfinale (2012, 2013) erreicht hat und mittlerweile in der Weltrangliste auf Platz 242 abgestürzt ist, hat bisher noch nie gegen die 21-jährige Wang gespielt. Die Chinesin ist aktuell die Nummer 128 im WTA-Ranking.

Melzer nur im Doppel vertreten

Jürgen Melzer scheiterte in der zweiten Quali-Runde am Niederländer Igor Sijsling. Er verlor 6:1, 5:7, 3:6 und hat es damit bei seinem 15. Antreten in Wimbledon zum zweiten Mal nach 2001 nicht in den Einzel-Hauptbewerb geschafft. 2007 verhinderte eine Handgelenksverletzung eine Teilnahme. 2010 und 2013 hat er jeweils das Achtelfinale erreicht.

Melzer muss sich damit heuer auf das Doppel konzentrieren. In Wimbledon hat der Niederösterreicher einige seiner schönsten Erfolge gefeiert. 1999 gewann er den Junioren-Bewerb, 2010 und 2011 triumphierte er im Herren-Doppel bzw. im Mixed-Doppel (mit seiner späteren Ehefrau Iveta Benesova).

Als 131. der Weltrangliste knapp an einem Platz im Hauptfeld vorbeigeschrammt, scheiterte Melzer nach einem Erfolg über seinen Bruder Gerald an Sijsling trotz klar gewonnenem ersten Satz. Sein 27-jähriger Gegner (ATP-170.) nützte im Entscheidungssatz seine zweite Breakchance zum 3:1. Melzer vermied danach das 1:5 (Breakball abgewehrt), schaffte ein Rebreak zum 3:4, musste aber nach einer 40:30-Führung neuerlich seinen Aufschlag zum 3:5 abgeben. Eine Breakchance zum 4:5 ließ er aus und Sijsling verwertete seinen ersten Matchball. (APA/red, 24.6.2015)

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