Tote bei Angriff in Chinas Uigurenprovinz

24. Juni 2015, 12:42
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Mindestens 18 Menschen kamen demnach ums Leben – Angehörige der Uiguren sollen Sicherheitskräfte attackiert haben

Peking – Bei einem mutmaßlichen Angriff von Uiguren auf Polizisten sind in der chinesischen Unruheprovinz Xinjiang Medienberichten zufolge mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Die Angehörigen der Minderheit hätten die Sicherheitskräfte an einer Verkehrskontrolle mit Sprengsätzen und Messern attackiert, berichte der in den USA ansässige Sender Radio Free Asia am Mittwoch.

Der Übergriff zu Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan ereignete sich demnach in der Stadt Kashgar, wo Spannungen zwischen muslimischen Uiguren und der Mehrheit der Han-Chinesen in den vergangenen Jahren immer wieder zu Gewalt geführt haben.

Zwischen 18 und 28 Menschen seien bei der jüngsten Attacke ums Leben gekommen, zitierte der Sender einen Offizier einer Polizeiwache. Die Angreifer hätten mehrere Polizisten getötet. Die Polizei wiederum habe 15 Angreifer erschossen. Auch Passanten seien ums Leben gekommen. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, er könne den Bericht nicht bestätigen. Sollte er zutreffen, werde die Regierung ihrer Verantwortung nachkommen, solche "Terrorakte" zu stoppen.

Die Uiguren begehren gegen eine staatliche Einschränkung ihrer Religion, Sprache und Kultur auf. Die Regierung wirft radikalen Islamisten in Xinjiang vor, einen unabhängigen Staat anzustreben. (APA, 24.6.2015)

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