Österreichs Diäten: "Friss die Hälfte" oder Trennkost

24. Juni 2015, 11:43
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Eine Umfrage zeigt: Österreicher sind beim Abnehmen wenig experimentierfreudig. Vegane Ernährung sehen sie kritisch

Linz/Wien – Ein Drittel der österreichischen Bevölkerung hat mindestens schon einmal eine Diät gemacht. Frauen (45 Prozent) können deutlich mehr Erfahrung vorweisen als Männer (20 Prozent). Beim Abnehmen setzen sie vorwiegend auf "Friss die Hälfte" (FdH) oder Trennkost. Allerdings sind sich die meisten bewusst, dass eine Ernährungsumstellung besser wäre, lautet das Ergebnis aktuell veröffentlichten IMAS-Umfrage.

Die Meinungsforscher befragten im April 1.000 Personen über 16 Jahren, repräsentativ für die Bevölkerung. Den Befragungsteilnehmern, die schon einmal eine Diät gemacht haben, legten sie eine Liste mit möglichen Methoden zum Abnehmen vor. Je 31 Prozent der Diät-Erfahrenen haben demnach bereits FdH oder Trennkost ausprobiert, 15 Prozent setzten auf "10in2" (jeden zweiten Tag nichts essen). Es folgen Rohkost- und Apfelessig-Diät mit 14 beziehungsweise 13 Prozent, Heilfasten (ebenfalls 13 Prozent) und die Saft-Kur (elf Prozent).

Ausgeprägter Jo-Jo-Effekt

Bei exotischen Methoden wie 3-D oder Ayurveda sind die meisten eher zurückhaltend. Schlusslichter sind die Formula- und die Glyx-Diät sowie Abnehmen mit Online-Tools oder einer App (je zwei Prozent). Der statistische Durchschnitt hat 2,4 Diäten ausprobiert. 69 Prozent bewerten ihre Bemühungen zur Gewichtsreduktion im Nachhinein als erfolgreich.

In der Gesamtbevölkerung herrscht die Meinung vor, dass man besser die Ernährung umstellen sollte als eine Diät zu machen. 89 Prozent stimmen dem voll und ganz oder einigermaßen zu. 79 Prozent vertreten die Ansicht, dass man nach Diätende wieder zunimmt. Eine langfristige Gewichtsreduktion durch eine Diät halten nur 42 Prozent für möglich, allerdings finden 54 Prozent, dass man sich nach dem Abnehmen bewusster ernährt.

Skepsis gegenüber veganer Ernährung

Zuletzt gingen die Meinungsforscher noch der Frage nach, wie hoch der Anteil der Vegetarier und Veganer ist. Vier Prozent bezeichneten sich als Vegetarier, nur ein Prozent als Veganer. 92 Prozent verneinten beides, drei Prozent machten keine Angabe.

Knapp zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, dass man sich am gesündesten ernährt, wenn man auch Fleisch und Fisch isst. Jeder Zehnte hält Vegetarismus für das Beste. Vegane Ernährung sehen nur drei Prozent als optimal für die Gesundheit an. (APA, 24.6.2015)

  • Statistisch gesehen haben die Österreicher im Mittel  2,4 Diäten ausprobiert.
    foto: wikipedia./gideon /(CC-Lizenz)

    Statistisch gesehen haben die Österreicher im Mittel 2,4 Diäten ausprobiert.

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