Deutsche Amazon-Mitarbeiter weiten Streiks aus

24. Juni 2015, 11:12
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US-Versandhändler verweigert Tarifvertrag für Mitarbeiter in Deutschland

Seattle – Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat den Streik beim Online-Versandhändler Amazon in Deutschland ausgeweitet. Neben Beschäftigten in deutschen Versandzentren würden nun auch Mitarbeiter des DVD-Verleihers und Video-Streaming-Dienstes Amazon Prime Instant Video Germany streiken, teilte ver.di heute, Mittwoch, in Berlin mit.

Mitarbeiter erhöhen Druck

"Amazon kann sich sicher sein, dass der Druck der Beschäftigten für existenzsichernde, gute Arbeitsbedingungen nicht nachlassen wird", erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Am Montag hatten nach Angaben der Gewerkschaft Hunderte Mitarbeiter des US-Versandhändlers gestreikt. Amazon sprach von weniger als 830 Mitarbeitern, die die Arbeit niedergelegt hätten. Für Kunden soll der Streik keine Auswirkungen gehabt haben. Wie viele Mitarbeiter am Mittwoch in Ausstand traten, wurde zunächst noch nicht bekannt.

In den deutschen Amazon-Versandzentren wird seit April 2013 immer wieder gestreikt. ver.di will für die Beschäftigten Verträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Der US-Konzern weigert sich, einen Tarifvertrag für seine Mitarbeiter in Deutschland auszuhandeln. (APA, 24.6.2015)

  • Die Streiks bei Amazon gehen weiter.
    foto: apa/epa/karl-josef hildenbrand

    Die Streiks bei Amazon gehen weiter.

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