Rezept: Double Cheeseburger mit Red Onion Jam

Ansichtssache24. Juni 2015, 15:04
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Rechtzeitig zum Independence Day am 4. Juli und dem einjährigen Jubiläum der USA-EssBar muss ein echter Klassiker her: ein Burger

Abseits der Fast-Food-Ketten gleicht in den USA so gut wie kein Burger dem anderen. Nicht nur die Laibchen (Patties) sind oft sehr unterschiedlich zubereitet, auch Brötchen und Belag sind eine Wissenschaft für sich. Der folgende Burger zeichnet sich durch ein neutrales Brötchen (Rezept hier), selbstgemachte Rote-Zwiebel-Marmelade, scharfen Cheddar und knusprige Parmesan-Fricos (ein wahres Erlebnis!) aus. Von dem bei uns üblichen milden, orangen Cheddar rate ich ab, dann lieber gleich zu einer anderen, reiferen Käsesorte greifen.

Ideal ist die Verwendung von nicht zu magerem Rindsfaschiertem mit einem Fettanteil von 20-25 Prozent, das macht die Patties schön locker – und Fett ist ja bekanntlich ein Geschmacksträger (näheres hier). Die Patties können entweder mit trockenen Gewürzen (Koriandersamen, Pfeffer, Senf, etc.) gewürzt werden, oder wie in folgendem Rezept, zusätzlich mit so genannten „wet seasonings“, feuchten Würzmitteln wie frischen Chilis, Zwiebeln, Essig oder Saucen, die unter das Faschierte gemischt werden.

Gesalzt wird in der Regel erst kurz vor dem Grillen. Wichtig ist, das Fleisch so wenig wie möglich zu kneten oder vielleicht sogar in Form zu quetschen und pressen. Das macht die Laiberl fest. Burger können auf dem Grill oder in der Pfanne (Gusseisenpfanne), zubereitet werden. Zum Anbraten wird oft kein zusätzliches Öl mehr zugegeben. Wichtig ist ein relativ breiter Pfannenwender, um das Risiko zu reduzieren, das Fleischlaiberl beim Wenden zu brechen. Nach dem Garen lässt man das Fleisch noch einige Minuten rasten, das soll den Burger noch saftiger machen, und beginnt erst dann, seinen Burger zu basteln. Gutes Gelingen!

foto: ursula schersch

Zutaten für 4 große Burger

600 g nicht zu mageres Rindsfaschiertes (20 % Fettanteil)
1/2 gelbe Zwiebel (70 g), sehr fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 EL frische Thymianblätter, fein gehackt
1,5 EL Worcestershire Sauce (ersatzweise 1 EL Weißweinessig)
2 gestr. TL feines Salz (8 g) und 1 gestr. TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (1 g)
4 Burgerbrötchen (hier: nach diesem Rezept)
4 große Scheiben Sharp Cheddar (hier: 1 Jahr gereift)
Red Onion Jam
80 g Parmesan (für Fricos)
4 Salatblätter, gewaschen und trocken getupft

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foto: ursula schersch

Red Onion Jam

Ergibt ca. 350 ml
1,1 kg rote Zwiebeln (4 sehr große)
2-3 EL Öl
200 ml Rotwein
50 ml (ca. 5 EL) Balsamico-Essig
80 g brauner Zucker
Je ein 3/4 gestr. TL Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

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foto: ursula schersch

Die Zwiebeln putzen, längs halbieren und in Streifen schneiden. Die Zwiebelstreifen gleich breit schneiden, damit sie später beim Anrösten gleichmäßig garen.

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foto: ursula schersch

Die Zwiebeln in Öl rund 15 Minuten bei mittlerer bis hoher Hitze in einem großen Topf anrösten, bis sie glasig und weich sind.

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foto: ursula schersch

Salzen, pfeffern und nochmals rund 5 Minuten anbraten bis anfangen, sich golden zu färben.


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foto: ursula schersch

Essig, Rotwein und Zucker zugeben und solange bei mittlerer Hitze einkochen lassen,...

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foto: ursula schersch

... bis die Flüssigkeit Sirup-artig wird und fast vollständig verdampft ist (rund 15 Minuten).

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foto: ursula schersch

Parmesan-Fricos

20 g geriebenen Parmesan pro Käsescheibe

Parmesan reiben und gleichmäßig in Kreisen von 7 cm Durchmesser auf einem mit Backpapier belegten Blech aufteilen. Zwischen den einzelnen Scheiben etwas Abstand lassen, da der Käse etwas auseinanderläuft.

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foto: ursula schersch

Den Käse im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze rund 5-10 Minuten backen (variiert je nach Ofen), bis sich die Scheiben golden färben. Das Blech aus dem Ofen nehmen und rund 20 Minuten abkühlen lassen. (Sollte der Käse schon eher dunkel sein, die Käsescheiben samt Backpapier vom Blech entfernen.)

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foto: ursula schersch

Für die Burger-Patties das Faschierte mit den fein gewürfelten Zwiebeln, Knoblauch, Thymian, Pfeffer, Worcestershire Sauce und Salz sorgfältig und vorsichtig (!) mischen.

Sollten die Fleischlaiberl nicht in der nächsten halben Stunde gegrillt werden, erst kurz vor dem Grillen salzen.

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foto: ursula schersch

Ein Blech oder Schneidebrett mit Butter- oder Backpapier belegen (am besten für jedes Laiberl ein eigenes Stück zuschneiden, da leichtere Handhabe) und das Fleisch in 4 gleichen Portionen darauf verteilen.

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foto: ursula schersch

Die "Fleischhügel" wieder mit Butterpapier (am besten 4 individuelle Stücke) bedecken und mit einem Teller auf rund 2 -2,5cm Höhe und 12 cm Durchmesser flachdrücken.

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foto: ursula schersch

Sollten die Ränder eher lose sein, diese etwas andrücken, damit das Laiberl beim Anbraten nicht auseinanderfällt. Zu dünne Patties eignen sich nicht für den Grill und brechen oft beim Wenden.

Das Fleisch so wenig wie möglich bearbeiten und keinesfalls mit warmen Händen in Form kneten. Das macht die Laiberl fest.

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foto: ursula schersch

Die Patties bei mittlerer bis hoher Hitze auf dem Grill oder in einer schweren Pfanne bis zum gewünschten Gargrad braten. Bei Verwendung einer schweren Pfanne, diese gut vorheizen und die Laiberl ohne Öl (wenn das Fleisch fett genug ist) oder mit sehr wenig Öl bei mittlerer bis hoher Hitze 2 ½ Minuten (für Medium) von jeder Seite braten.

Die Garzeit kann je nach Pfanne und Hitze variieren. Für das Wenden einen Pfannenwender, der idealerweise so breit wie das Laiberl ist, verwenden.

Das Fleischlaiberl nach dem Wenden mit Käse belegen.

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foto: ursula schersch

Die Patties vom Grill/aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller/Backblech einige Minuten rasten lassen.

In der Zwischenzeit die Brote aufschneiden und bei Bedarf die Schnittflächen kurz antoasten. Oft werden die Brote vor dem Toasten zusätzlich mit Butter bestrichen.

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Red Onion Jam auf den Burgerbroten verteilen, mit einem Salatblatt, dem Patty samt Cheddar, ev. einer weiteren Schicht Red Onion Jam und den Fricos belegen.

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foto: ursula schersch

Dazu passen Dillgurken, Bread and Butter Pickles (im Bild), Potato Wedges, Pommes oder ein Salat. Gutes Gelingen! (Ursula Schersch, 24.6.2015)

>> Das Rezept zum Ausdrucken

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