Erst Österreich, dann der Blick nach Europa

23. Juni 2015, 22:11
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Der neue Salzburg-Trainer Peter Zeidler stellt sich mit Freude der Herausforderung

Salzburg – Peter Zeidler sagte während seiner Präsentation am Dienstag im Red-Bull-Stadion "Freude", "große Freude" oder "sehr große Freude". Der 52-jährige Deutsche ist jedenfalls stolz, der neue Trainer von Double-Gewinner Red Bull Salzburg sein zu dürfen. "Eine spannende Aufgabe, ich freue mich sehr aufs erste Training am Samstag, ich freue mich auf jeden einzelnen Spieler." Zum ersten Mal ist er Cheftrainer eines Oberhausklubs, in den vergangenen drei Jahren hatte er sich um den Zulieferverein Liefering gekümmert. Mit Erfolg. Die Beförderung war laut Christoph Freund, dem sportlichen Leiter, ein logischer Schritt. "Wir sind von seinen Qualitäten überzeugt."

Zeidler hat übrigens auch einen zweiten Beruf, er ist Lehrer, insofern war er vom Fußball nie wirklich abhängig. "Der Fußball ist nicht planbar, es hat halt gedauert, an die Spitze zu kommen." Die Arbeit ändere sich grundsätzlich nicht. "Ich spiele in größeren Stadien vor hoffentlich mehr Zusehern, das Niveau ist höher. Aber es geht immer darum, ein Gefüge und einen Teamgeist zu kreieren, eine Mannschaft muss sich weiterentwickeln."

Offensiv-Anhänger

Den Spielstil gibt der Konzern quasi vor, Zeidler ist ein Anhänger der Offensive. "Man muss versuchen, zumindest ein Tor mehr als der Gegner zu erzielen." Er freut sich auf die Reisen nach Wien, die Partien gegen Rapid und Austria. Das Thema Champions League lässt er beiseite. "Wir schauen nicht zu weit voraus. Wir schauen, wie weit wir in Österreich kommen, darum geht es auch. Dann schauen wir nach Europa. Man muss Tag für Tag arbeiten." Abgesehen davon blicke er nicht ständig zum Partnerklub nach Leipzig. "Weil Salzburg allein selbstbewusst sein kann."

Freund gibt als Saisonziel aus, Titel zu verteidigen. Ob Herr Mateschitz den Geldhahn zwar nicht ganz, aber doch ein Stückerl zugedreht hat, wurde nicht besprochen. Zwei Neuverpflichtungen wurden dafür vermeldet. Der deutsche Mittelfeldspieler Reinhold Yabo (23) kommt vom Zweitligisten Karlsruher SC, Torhüter Airton (21) vom unterklassigen brasilianischen Club Juventude. Yabo sitzt übrigens im Gemeinderat von Karlsruhe, als Vertreter einer christlichen Gemeinschaft. Jetzt muss er ausscheiden. (hac, 23.6.2015)

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