Fast 40 Tote bei Kämpfen im Jemen

23. Juni 2015, 17:12
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Houthis griffen Viertel in Aden an – Gefechte auch in Dhaleh

Aden – Bei Kämpfen in den südjemenitischen Städten Aden und Dhaleh sind seit Montag fast 40 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Binnen 24 Stunden seien in der Hafenstadt Aden durch Artilleriebeschuss der Houthi-Rebellen sieben Zivilisten ums Leben gekommen, sagte der Leiter der örtlichen Gesundheitsbehörde am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Mehrere Häuser seien völlig zerstört worden, es habe 94 Verletzte gegeben. Die schiitischen Houthi-Rebellen griffen demnach Viertel an, die von Getreuen des nach Saudi-Arabien geflüchteten Präsidenten Abd Rabbo Mansour Hadi gehalten werden.

Gefechte

In Dhaleh lieferten sich Houthi-Kämpfer und Hadi-Verbündete erbitterte Gefechte. Auf Seiten der Rebellen habe es 24 Tote gegeben, auf Seiten ihrer Gegner acht Todesopfer, teilte ein örtlicher Offizieller mit. Die Houthi-Miliz versuchte demnach, in nördliche und östliche Viertel der Stadt vorzurücken.

Die Houthis hatten die Hauptstadt Sanaa im Jänner unter ihre Kontrolle gebracht und waren anschließend weiter nach Süden vorgerückt. Als sie sich Aden näherten, floh Präsident Hadi nach Saudi-Arabien. Eine von Riad angeführte Militärkoalition begann daraufhin Luftangriffe, um die Rebellen zu stoppen und Hadi an die Macht zurückzubringen. Die Lage hat sich seitdem verschlechtert: Mehr als 2800 Menschen wurden getötet, vier von fünf Jemeniten sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. (APA, 23.6.2015)

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