Sicherheitsfirma rüstet sich für Bankenkrise in Griechenland

23. Juni 2015, 13:04
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Notfallplan für Bargeldversorgung, Hilfe von Polizei oder Armee noch nicht nötig

London – In Griechenland bereitet sich die britische Sicherheitsfirma G4S mit einem Notfallplan zur Bargeldversorgung auf eine akute Bankenkrise vor. Wie der zuständige Manager Andreas Paterakis am Dienstag mitteilte, sind Vorkehrungen für den Ernstfall getroffen worden.

Darin sei geregelt, wie viel Bargeld bei Bedarf zu den jeweiligen Standorten transportiert werden müsse: "Alles, was wir planen, ist mit der Notenbank abgestimmt und von ihr abgesegnet", so Paterakis.

Erfahrungen in Zypern

Das Unternehmen hat bereits in Zypern während der Bankenkrise 2013 dafür gesorgt, dass die Bargeldversorgung nicht zusammenbrach. In Griechenland arbeitet die Firma nach eigenen Angaben bereits mit dem Großteil der Institute zusammen.

Wegen der drohenden Staatspleite räumen viele Griechen derzeit ihre Konten. Die Bargeldabhebungen in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro in der vorigen Woche markierten laut Paterakis eine kritische Phase. Über das Wochenende habe sich die Lage allerdings entspannt. Anders als während der Zypern-Krise sei die Lage in Griechenland noch nicht dramatisch. Auch sei bisher keine Hilfe von Polizei oder Armee nötig gewesen. Doch wenn größere Geldsummen bewegt werden müssen oder Transporte in abgelegene Gegenden anstehen, dürfte eine Polizeieskorte durchaus angebracht sein, so der G4S-Manager. (APA/Reuters, 23.6.2015)

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