Wie es weiter in der Griechen-Krise geht

23. Juni 2015, 12:34
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Das Drama um Griechenland ist nicht zu Ende, doch die Zeit drängt

Im griechischen Schuldenstreit arbeiten die internationalen Geldgeber und die Regierung in Athen fast rund um die Uhr an einer Lösung. Die Zeit drängt, denn es ist unklar, ob Griechenland seine am Monatsende fälligen Rückzahlungen an den IWF aus eigener Kraft begleichen kann. Der Fahrplan:

- Mittwoch, 24. Juni: Die Euro-Finanzminister treffen sich in Brüssel, zum dritten Mal binnen sieben Tagen. Verhandlungsbeginn ist um 19 Uhr. Anhand der Bewertungen des aktuellen griechischen Reformangebots durch den Internationalen Währungsfonds (IWF), die Europäische Zentralbank (EZB) und die EU-Kommission soll die Eurogruppe einen Deal mit Griechenland aushandeln.

- Donnerstag, 25. Juni: Beim Sommer-Gipfel der EU wollen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs die Einigung abnicken. Es wird eine Verlängerung des zweiten Hilfsprogramms auf europäischer Seite angestrebt. Der Zeitraum der Verlängerung ist noch nicht klar. Insgesamt stehen von den Geldgebern, also inklusive des IWF, noch 7,2 Mrd. Euro bereit, sollten die Reformzusagen die Geldgeber überzeugen.

- Samstag, 27. Juni: Möglicherweise am Wochenende könnte das griechische Parlament über eine Vereinbarung abstimmen. Harte Sparmaßnahmen dürften dabei zum Belastungstest für Premier Alexis Tsipras werden, denn auch aus seiner eigenen Partei Syriza gibt es bereits Kritik.

- Montag, 29. Juni: Vom kommenden Montag an könnte der Bundestag in seiner letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause über die Hilfen abstimmen. Auch andere nationale Parlamente der Eurozone müssen zustimmen.

- Dienstag, 30. Juni: Griechenland muss Raten von insgesamt rund 1,6 Mrd. Euro an den IWF zurückzahlen. Zum selben Stichtag läuft nach aktuellem Stand das derzeitige Hilfsprogramm auf europäischer Seite aus. (APA, 23.6.2015)

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    grafik: apa
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