"Titanic"-Komponist James Horner tödlich verunglückt

23. Juni 2015, 15:56
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Der Hollywoodkomponist stürzte am Montag mit seinem Flugzeug ab

Wien/Los Angeles – Regisseure und Komponisten führen in der Regel beständige Beziehungen. James Cameron setzte etwa schon seit Aliens 2 – Die Rückkehr (1987) auf die Kräfte von James Horner; und dieser war auch bei zwei seiner größten Erfolge, Avatar und Titanic, für die Musik verantwortlich. Für den Komponisten wurde der Katastrophenfilm in der Nasskälte zum Triumph, zwei Oscars, für den besten Score und für den besten Titelsong (My Heart Will Go On) waren sein Lohn. Auch wenn das von ihm mitgeschriebene Lied bekannter wurde: Es war die Musik, die Empathie und Entsetzen der Zuschauer konturierte.

Nach aktuellen Informationen geht man davon aus, dass der Hollywoodkomponist am Montag beim Absturz seines Privatflugzeugs in Kalifornien ums Leben kam. "Wenn er nicht darin gewesen wäre, dann hätte er sich gemeldet", sagte sein Anwalt der Los Angeles Times. Weggefährten wie Seth MacFarlane, Russell Crowe und Regisseur Ron Howard, der bei sieben Filmen, unter anderem bei Apollo 13, mit Horner zusammengearbeitet hatte, zeigten sich betroffen.

Vater aus Österreich

James Horner wurde 1953 als Sohn des österreichischen – und zweifach oscarprämierten – Szenebildners Harry Horner geboren. Er studierte am Londoner Royal College of Music, ehe er an die University of Southern California wechselte. Seine Anfänge beim Film machte er wie etliche seiner Generation in der Vielarbeiterschmiede von B-Movie-Produzent Roger Corman – eine Arbeit, die ihn für das fantastische Kino schulte. Mit dem zweiten Star Trek-Film, Der Zorn des Khan, feierte Horner seinen Durchbruch, es folgten Soundtracks zu Filmen wie Projekt Brainstorm, Cocoon, Gorky Park oder Feld der Träume.

Horners Musikstil erweiterte sich mit den Genres, die er vertonte. Hervorhebenswert sind seine Filmmusiken zu Braveheart, in die er traditionelle Volksmusik einbezog, oder zu Terrence Malicks The New World. James Horner wurde 61 Jahre alt. (kam, 23.6.2015)

  • Der US-Komponist James Horner bei einem Wien-Besuch im Jahr 2013: Am Montag ist  er tödlich verunglückt.
    foto: apa/georg hochmuth

    Der US-Komponist James Horner bei einem Wien-Besuch im Jahr 2013: Am Montag ist er tödlich verunglückt.

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