Musik, Filme, Games: EU startet Kampf gegen Geoblocking

21. Juni 2015, 13:36
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Fragebogen an über 2.000 Firmen versandt – Maßnahmen nach erster Evaluierung geplant

Die EU-Kommission will vehement gegen sogenanntes Geoblocking vorgehen: Wettbewerbskommissarin Margarete Vestager hat eine Untersuchung des digitalen Sektors eingeleitet. Über 2.000 Unternehmen aus den Bereichen Audio, Video und Gaming sollen in den vergangenen Tagen laut Politico einen 100-seitigen Fragebogen erhalten haben. Die Firmen sollen darin Angaben zu Lizenzverträgen und Preispolitik machen.

Maßnahmen ab 2016

Aufgrund der Ergebnisse sollen dann konkrete Maßnahme abgeleitet werden – damit ist aber erst im Frühjahr 2016 zu rechnen. Konkret hat die EU zwei Ziele: Erstens sollen Nutzer Dienste, für die sie bezahlt haben, auch im Ausland (etwa im Urlaub) nutzen dürfen. Zweitens will Vestager verhindern, dass Firmen den Verkauf von Lizenzen ins Ausland blockieren. Der freie Wettbewerb soll etwa entscheiden, wie viel Fußballrechte (etwa der britischen Premier League) in einem bestimmten Land kosten. (fsc, 21.6.2015)

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    foto: reuters/ruvic

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