Schussattentat in Wien-Hernals: Brüder waren zu Aussprache verabredet

22. Juni 2015, 13:16
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Nach Hauptverdächtigem und silberfarbenem Mercedes wird international gefahndet

Wien – Ein 44-Jähriger, dem sein jüngerer Bruder in Wien-Hernals einen Schuss ins Bein verpasst hat, war mit dem 38-Jährigen zu einer Aussprache verabredet gewesen. Zuvor hatte es Streit unter den Geschwistern gegeben, wie Polizeisprecher Paul Eidenberger am Montag sagte.

Nach dem 38-Jährigen als Hauptverdächtigem und seinem silberfarbenen Mercedes werde international gefahndet. Er soll am Sonntag aus dem Auto heraus insgesamt fünf Schüsse auf seinen Bruder abgegeben haben. Der 44-Jährige erlitt einen Steckschuss in einem Oberschenkel.

"Den Vorfällen vom Sonntag ist ein Familienstreit vorausgegangen, eher eine Lappalie. Die beiden Männer wollten sich zu einer Aussprache am Dornerplatz treffen", sagte Eidenberger.

Aus dem Auto geschossen

Der 44-Jährige war in Begleitung seines Sohnes (26) zum vereinbarten Treffpunkt gekommen. Der Schütze stieg dann gar nicht aus dem Wagen aus, sondern feuerte in Richtung der beiden Männer. Nach dem ersten Schuss rannten Vater und Sohn davon, der Mercedes verfolgte sie und vier weitere Schüsse fielen. Die letzte Patrone wurde in der Blumengasse abgefeuert und traf den älteren Bruder in den Oberschenkel.

Unklar war, ob es tatsächlich einen zweiten Tatbeteiligten gegeben hat. Zunächst hatte es geheißen, ein Unbekannter habe den Mercedes gelenkt, die Schüsse seien vom Beifahrersitz aus abgegeben worden. "Wir wissen nicht, ob ein oder zwei Personen im Wagen waren. Es liegen unterschiedliche Zeugenaussagen vor", sagte Eidenberger. (APA, 22.6.2015)

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