Mers-Virus: In Südkorea weiter auf dem Vormarsch

21. Juni 2015, 09:35
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Gesundheitsministerium gab drei Neuinfektionen bekannt – Totenzahl stieg auf 25 – Infiziertenzahl nun bei 169

Seoul – Rund vier Wochen nach dem Mers-Ausbruch in Südkorea haben sich Hoffnungen auf ein Epidemie-Ende wieder zerschlagen. Am Samstag gaben die Behörden zunächst an, es gebe keine neuen Infektions- oder Todesfälle. Später starb aber in der südlichen Stadt Jeonju ein 63-jähriger Mann, der sich offenbar bei einem Krankenhaus-Besuch angesteckt hatte. Am Sonntag wurden drei Neuinfektionen bekanntgegeben.

25 Tote

Nach dem neuen Todesfall lag die Zahl der Opfer der Viruserkrankung bei 25, die Gesamtzahl der Infizierten stieg mit den drei nun diagnostizierten Fällen auf 169. Am Samstag hatten die Behörden zunächst angegeben, erstmals nach 16 Tagen gebe es weder Neuinfektionen noch weitere Tote.

Middle East Respiratory Syndrome (Mers) wurde vor etwa vier Wochen erstmals in Südkorea nachgewiesen. Es wurde von einem 68-jährigen Geschäftsmann aus Saudi-Arabien eingeschleppt.

Das Virus breitete sich seitdem rasch in Südkorea aus. Es ist der schlimmste Mers-Ausbruch außerhalb Saudi-Arabiens. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte den Ausbruch in Südkorea vor kurzem einen Weckruf genannt.

Infektionen in Krankenhäusern

Bei Mers handelt es sich um einen seit dem Jahr 2012 bekannten neuen Stamm aus der Gruppe der Coronaviren. Die Erkrankung geht häufig mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Husten und Kurzatmigkeit einher. Bei schweren Verläufen kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, auch Nierenversagen ist möglich. In Südkorea infizierten sich bisher fast alle Patienten in Krankenhäusern. (APA/AFP, 21.6.2015)

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