Steirische Doppelführung beim "Race across America"

20. Juni 2015, 14:07
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Severin Zotter knapp vor Halbzeit rund eine Stunde vor Christoph Strasser – Nicht nur große Hitze setzt den unermüdlichen Stramplern zu

Kansas City – Die beiden Steirer Severin Zotter und Christoph Strasser liegen nach 2.150 von 4.860 Kilometern des "Race across America" (RAAM) voran. Zotter hatte am Samstag im US-Bundesstaat Kansas rund eine Stunde Vorsprung auf Titelverteidiger Strasser. Dritter mit dem bereits beträchtlichen Rückstand von 110 Kilometern war der US-Amerikaner Davis Haase. Der zwischenzeitlich auf Rang drei gelegene Gerhard Gulewicz musste nach einem Unfall verletzt aufgeben.

Zotter, Sozialarbeiter aus Graz, hat sich die Führung auf dem letzten großen Berg, dem 3.000m hohen Chuchara Pass, zurückgeholt. "Dieser Pass war für Christoph eine große Herausforderung. Am Gipfel hatte es noch immer 37 Grad! Severin kam mit diesen extremen Bedingungen mit Sauerstoffschuld besser zurecht und hat uns überholt", sagte Strassers Teamchef Michael Kogler.

Mit einem neuen Streckenrekord beim RAAM 2015 ist nicht zu rechnen. "Heuer geht es ums Durchkommen und um eine gute Platzierung. Die Verhältnisse sind extrem. Hohe Temperaturen, viel Gegenwind, massiver Verkehr im Vergleich zu den letzten Jahren und viele Baustellen. Und jetzt hat der Defektteufel auch bei unserem Pacecar zugeschlagen. Wir mussten Stunden auf einen Pannendienst warten (Anm. in den USA dürfen bei Mietautos keine Räder gewechselt werden). Ein neuer Rekord ist auch rein rechnerisch nicht mehr möglich", so Kogler.

Wie extrem die Anforderungen bei diesem Rennen an Psyche und Körper sind, können kaum nachvollzogen werden, für Erholung bleibt kaum Zeit. Vor der vierten Nacht hat Strasser in Summe lediglich drei Stunden geschlafen. (honz, 20.6.2015)

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RAAM

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